Der neue HSV-Coach: Daniel Thioune. FOTO: HSV
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Der neue HSV-Coach: Daniel Thioune. FOTO: HSV

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(sid). Neuer Coach, neuer Versuch, neue Hoffnung: Mit Daniel Thioune statt Dieter Hecking auf der Trainerbank will der Hamburger SV im dritten Anlauf wieder in die Fußball-Bundesliga zurückkehren. Der 45-Jährige wechselt vom Zweitligisten VfL Osnabrück zum Ligarivalen an die Elbe.

Der Kontrakt Heckings war nach dem erneut verpassten Aufstieg in der vergangenen Woche ausgelaufen. Thioune, Sohn eines Senegalesen und einer Deutschen, ist seit 2008 bereits der 21. (!) Cheftrainer beim HSV. Er bringt seinen Co-Trainer Merlin Polzin mit in die Hansestadt und unterschrieb einen Vertrag bis 2022.

"Dass der HSV zurück in die Bundesliga möchte, weiß jeder. Aber davon zu reden, bringt uns den Zielen nicht näher", sagte Thioune bei seiner Vorstellung am Montag. Für ihn sei der Wechsel "eine Herausforderung und Riesenchance. Ich freue mich brutal darauf".

Thioune selbst hatte einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Hamburger auch 2020/21 zweitklassig spielen müssen. Mit den Niedersachsen holte der Sport- und Erziehungswissenschaftler gegen den HSV vier von sechs möglichen Punkten. 2017 hatte er mit dem VfL noch als Drittligist den damaligen Erstligisten HSV im Pokal aus dem Rennen geworfen.

Nun aber ist er motiviert, sich an einem neuen Standort zu beweisen. Thioune: "Man muss sich auch einmal aus seiner Wohlfühloase lösen. Vielleicht bin ich als Trainer etwas schneller gewachsen als das Umfeld beim VfL Osnabrück."

Der frühere Zweitliga-Profi gilt als innovativer Fußball-Lehrer, der junge Spieler besser machen kann. Ungeachtet schwieriger finanzieller Bedingungen in Osnabrück geriet der Klassenerhalt des VfL unter seiner Regie nie ernsthaft in Gefahr. Da Thioune noch bis zum 30. Juni 2021 an seinen aktuellen Arbeitgeber gebunden war, wird der HSV eine Ablösesumme zahlen müssen, über die beide Seiten Stillschweigen vereinbarten.

Damit hat der zweimalige Europapokalsieger eine erste wichtige Baustelle geschlossen. Nun gilt es, schnellstmöglich finanzielle Probleme zu lösen. In der Hansestadt wird nach einem neuen Hauptsponsor (bisher Emirates) gesucht. Ebenfalls noch nicht gefunden ist ein Namensgeber für das Volksparkstadion.

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