HSV-Zugang Toni Leistner (r.) beim Pokal-Aus der Hanseaten im Duell mit Dresdens Christoph Daferner. FOTO: DPA
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HSV-Zugang Toni Leistner (r.) beim Pokal-Aus der Hanseaten im Duell mit Dresdens Christoph Daferner. FOTO: DPA

Nach Ausraster zeigt Leistner Reue

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(dpa). Toni Leistner entschuldigte sich noch in der Nacht für seinen Ausraster, sein Ex-Club Dynamo stellte sich an die Seite des gebürtigen Dresdners. Leistner und der Dresdner Anhänger räumten den Streit schließlich persönlich aus: "Wir haben telefoniert und die Sache untereinander geklärt", sagte Leistner laut seinem Verein: "Er hat genau wie ich seinen Fehler eingesehen. Ich nehme seine Entschuldigung an, zwischen uns ist die Sache damit aus der Welt."

Dennoch wird der Verteidiger des Hamburger SV nach seinem Angriff auf den Fan nach dem Pokal-Aus mit einer drastischen Strafe rechnen müssen. Der DFB hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und den 30-Jährigen zu einer Stellungnahme aufgefordert. Auch eine Strafe des Vereins ist nicht ausgeschlossen.

Seine Sicht der Dinge hatte Leistner bereits über Instagram geteilt. "Ich bin nach dem Spiel von der Tribüne meiner Heimatstadt aus massiv beleidigt worden. Damit kann ich normalerweise umgehen. Doch dann ging es extrem und massiv unter die Gürtellinie gegen meine Familie, meine Frau und meine Tochter. In dem Moment sind mir die Sicherungen durchgebrannt", schrieb Leistner: "So etwas darf mir dennoch niemals passieren. Ich entschuldige mich in aller Form für mein Verhalten und kann nur versprechen, dass mir - egal, was mir an Beleidigungen an den Kopf geworfen wird - so etwas nie wieder passieren wird." Der HSV stellte sich vor seinen Profi. "Wir haben ihm sehr deutlich mitgeteilt, dass wir den Vorfall nicht tolerieren, gutheißen, dass wir einen internen Umgang damit finden müssen und werden. Wir haben ihm aber auch versichert, dass er aufgrund seiner Handlung jetzt nicht von uns fallen gelassen oder an den Pranger gestellt wird", sagte Sportvorstand Jonas Boldt.

Der Fan hatte sich zuvor bei "Tag24" zu Wort - und Leistners Darstellung widersprochen. Kurz bevor der Profi ein TV-Interview geben sollte, habe der Fan in seine Richtung gerufen. Als Leistner dran war, hätten sich die Schmährufe auf die Hamburger 1:4-Niederlage bezogen. "Um die Familie ging es mit keinem Wort", sagte der Mann. In Videos ist zu sehen, wie Leistner kurz vor einem TV-Interview mit Gesten verunglimpft wird. Sky-Reporter Jurek Rohrberg berichtete, Leistner sei "aufs Übelste beleidigt" worden. Daraufhin war der Verteidiger auf die Tribüne geklettert und hatte den Fan geschubst. Dynamo hat bereits Kontakt zu dem Zuschauer hergestellt. Ihm droht nach eigenen Angaben der Ausschluss aus dem Verein.

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