Motor / DTM

Nach Audi-Aus in der Sinnkrise

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(sid). Titelverteidiger Rene Rast rang nach dem Audi-Ausstieg bedrückt um Fassung, Hans-Joachim Stuck nahm das Schicksal der für ihn "geilsten Tourenwagen-Rennserie der Welt" spürbar mit: Der amtierende Champion und der Altmeister waren nach der Hiobsbotschaft aus Ingolstadt in ihrer Sorge um die Zukunft der DTM vereint.

Der am Montag verkündete Rückzug des langjährigen Partners Audi für Ende 2020 stürzt die Rennserie in eine existenzbedrohende Krise. "Die DTM war immer ein Teil meines Lebens. Für einen aktiven Rennfahrer ist es das Worst-Case-Szenario", sagte Audi-Pilot Rast beim Streaming-Portal Twitch. 2017 und 2019 fuhr Rast zum Titel. Weitere werden für den 33-Jährigen nicht hinzukommen. "Ich werde weiter Motorsport machen, in welcher Form auch immer."

Audi war entscheidender Bestandteil der Serie, besonders seit dem Neustart im Jahr 2000. Die vergangene Saison wurde für die Ingolstädter zur erfolgreichsten ihrer DTM-Geschichte, Rast gewann den Fahrertitel, auch in Hersteller- und Teamwertung stand Audi ganz vorne. Ab 2021 sieht Audi die Zukunft seiner Motorsport-aktivitäten aber vor allem in der Elektro-Rennserie Formel E. Den Ausstieg begründete das Unternehmen auch "vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie".

Für die DTM ist das innerhalb von nur eineinhalb Jahren der nächste heftige Schlag. Schon Ende 2018 hatte sich Rekordmeister Mercedes verabschiedet. Nach jetzigem Stand bliebe so BMW als einziger Hersteller der Serie erhalten.

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