Länderspielabstellungen

Moderate Töne

  • vonDPA
    schließen

(dpa). In der Debatte um die Abstellung von Fußball-Nationalspielern haben die Bundesliga-Spitzenklubs moderate Töne angestimmt. Im Gegensatz zu Werder Bremen und Arminia Bielefeld, die in den kommenden beiden Wochen keine Reisen in Corona-Risikogebiete zulassen, planen der FC Bayern, RB Leipzig und weitere Topklubs, ihre Profis abzustellen. "Wir stehen der Sache offen gegenüber, weil jeder einzelne Spieler gerne zu seiner Nationalmannschaft geht", sagte Bayern-Trainer Hansi Flick. Allerdings gebe es noch Einzelfälle, bei denen man prüfe, wie zum Beispiel bei Stürmer Eric-Maxim Choupo-Moting, der in die Auswahl Kameruns berufen wurde.

Werder Bremen hatte Aufsehen erregt, weil der Klub seine Profis für die kommende Abstellungsperiode nicht freigibt. Hintergrund ist eine Verordnung des Bremer Gesundheitsamtes, die vorsieht, dass Spieler, die aus internationalen Risikogebieten zurückkehren, für fünf Tage in Quarantäne müssen. Diese Regelung ist jedoch von Bundesland zu Bundesliga unterschiedlich.

Die Bundesliga-Spitze hat offenbar weniger Bedenken. So wird auch RB Leipzig seine Profis auf die bevorstehenden Reisen schicken. Gladbachs Max Eberl erklärte, die Situation liege anders als in Bremen und Bielefeld. Bei der Borussia müsse nach Rückkehr kein Spieler grundsätzlich in Quarantäne. Mittlerweile erlaubt der Weltverband FIFA den Klubs eine Verweigerung der Abstellung, wenn die Behörden nach der Rückkehr eine Quarantäne vorschreiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare