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Bernhard Langer bespricht sich mit seinem Caddie Terry Holt (l.).

Mittendrin in der Weltspitze

  • VonSID
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Bernhard Langer jagt beim US Masters seinen Altersrekord aus dem Vorjahr. Nach der ersten Runde besitzt Deutschlands Golf-Idol gute Chancen, erneut den Cut zu schaffen.

Den Wert seiner Auftaktrunde realisierte Bernhard Langer erst, als auch die schwächelnden Mitfavoriten ins Klubhaus zurückgekehrt waren. Die 74 zum Start des 85. US Masters auf dem Par-72-Kurs in Augusta sei »kein schlechter Score«, sagte das 63 Jahre alte Golf-Idol mit berechtigtem Stolz in der Stimme: »Besonders, wenn man auf das Leaderboard schaut.«

Den ersten Tag an der Magnolia Lane beendete der zweimalige Turniersieger nicht nur gleichauf mit Titelverteidiger Dustin Johnson, sondern auch vor Größen wie Phil Mickelson (75), Bryson DeChambeau oder Rory McIlroy (beide 76). Bei seiner 38. Masters-Teilnahme jagt der Anhausener seinen Altersrekord aus dem Vorjahr. Nachdem Langer 2020 als ältester Spieler der Masters-Geschichte die beiden Schlussrunden erreicht hatte, besitzt er in diesem Jahr erneut gute Chancen, den Cut zu schaffen.

»Viele große Namen, sogar Favoriten, liegen um diesen Wert herum«, sagte Langer, der Platz 30 belegt. Die Führung übernahm nach einer Gala-Runde der Engländer Justin Rose (65), der wegen Rückenproblemen kürzlich noch pausiert hatte.

Dahinter lauern der Japaner Hideki Matsuyama, dem der erste Eagle (-2 Schläge) des Tages gelang, und Brian Harman (USA) mit 69 Schlägen. Der US-Amerikaner DeChambeau musste bereits am vierten Loch einen Doppel-Bogey notieren. Der viermalige Major-Champion McIlroy (Nordirland) traf in seiner schwachen Auftaktrunde zu allem Überfluss mit einem Ball seinen Vater am Bein, der sich am Rande des Fairways den Auftritt seines Sohnes anschaute.

Vor allem die Bedingungen durch den schwierigen Wind bereiteten den Golfern beim ersten Major des Jahres Probleme. »Es war brutal da draußen. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich gerade mit Mike Tyson aus dem Ring gekommen«, sagte Gary Woodland (73), der 2019 die US Open gewonnen hatte. Auch Sergio Garcia, Masters-Gewinner von 2017, fühlte sich nach seiner 75 wie nach einem »Zwölf-Runden-Kampf mit Evander Holyfield«.

Langer verspielte auf den letzten beiden Bahnen eine noch bessere Ausgangsposition. Vier Bogeys standen am Ende nur zwei Birdies auf den trockenen und schnellen Grüns gegenüber. »Die Vorbereitung war nicht optimal«, sagte Langer beim PayTV-Sender Sky: »Ich hatte ein bisschen Rückenprobleme und leichte Knieschmerzen, aber jetzt freue ich mich auf die Saison.«

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