Dennis Schröder beim Sieg gegen Dallas in Aktion. FOTO: AFP
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Dennis Schröder beim Sieg gegen Dallas in Aktion. FOTO: AFP

Mitte Februar der große Zahltag?

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(dpa). Nach seinem Premierensieg im prestigeträchtigen Trikot der Los Angeles Lakers geriet Dennis Schröder so richtig ins Schwärmen. Am liebsten würde der derzeit beste deutsche Basketballer auch langfristig für die "tolle Organisation" rund um Superstar LeBron James spielen - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. "Sicherlich möchte ich verlängern", sagte der Braunschweiger am Rande des 138:115 gegen die Dallas Mavericks am traditionellen Weihnachtsspieltag. "Ich würde es liebend gern tun, aber es muss für beide Seiten fair sein. Das ist alles, was ich dazu sage."

Vor gut einem Monat verpflichtete der NBA-Rekordchampion den 27 Jahre alten Aufbauspieler in einem Tauschgeschäft. Nach dieser Spielzeit läuft Schröders derzeitiger Vertrag aus. Einem Bericht des Sportsenders ESPN zufolge boten die Lakers Schröder bereits vor der Saison zwei weitere Jahre an - durch ein kompliziertes Regelwerk mit Gehaltsobergrenzen das Maximum zu diesem Zeitpunkt. Schröder soll zunächst abgelehnt haben. Die Geduld könnte sich schon nach kurzer Wartezeit bezahlt machen: Mitte Februar wären die Lakers in der Lage, für vier Jahre 83,3 Millionen US-Dollar zu offerieren, dies wäre der bislang größte Zahltag in Schröders NBA-Karriere.

"Meine Teamkollegen sind großartig, die Menschen hier tun alles für dich und deine Familie. Du willst in dieser Umgebung sein, wo du dich einfach nur darauf konzentrieren kannst, Basketball zu spielen", berichtete der gebürtige Braunschweiger über seine ersten Erfahrungen beim derzeitigen Champion. Der Point Guard ist der dringend benötigte Spielmacher im Angriff der Lakers, der den inzwischen bereits 35 Jahre alten James bei dieser Aufgabe entlasten soll.

Und in den ersten Auftritten deutete Schröder an, dass er dazu in der Lage sein kann. Gegen die Mavs überzeugte er mit 18 Punkten und sechs Vorlagen. "Dennis ist ein dynamischer Spieler. Wir sind begeistert, dass wir ihn hier haben", lobte Lakers-Coach Frank Vogel seine wichtigste Neuverpflichtung.

Erfolgreichster Werfer der Mavericks war der Slowene Luka Doncic mit 27 Punkten, Schröders Nationalmannschaftskollege Maximilian Kleber gelangen fünf Punkte und fünf Assists.

In der Vorsaison wurde Schröder aufgrund dieser Fähigkeiten bei der Kür des besten NBA-Ersatzspielers auf Platz zwei gewählt. Bei den Lakers stand er bei der Auftaktniederlage gegen den Stadtrivalen Clippers und gegen Dallas in der Anfangsformation. "Ich bin ein Teamspieler", betonte Schröder zu seiner Rolle in Los Angeles. "Was immer es braucht, das werde ich tun." Und so betonen Beobachter die Vorzüge einer möglichen dauerhaften sportlichen Beziehung. "Das könnte der Beginn einer langfristigen Bromance zwischen Schröder und den Lakers werden", schrieb die "Los Angeles Times", "eine, die Sinn für beide Seiten ergibt und von der beide profitieren."

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