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Einen Schritt zu spät kommt DFB-Kapitän Jonathan Burkardt gegen den lettischen Torwart Frenks Davids Orols, der die Situation entschärft. Am Ende setzt sich das deutsche Team aber mit 3:1 durch.

Mit viel Leidenschaft

(dpa). Glücklich und erschöpft holten sich die deutschen U21-Fußballer um Torschütze Youssoufa Moukoko den Applaus der wenigen deutschen Fans ab. Mit Einsatz und Leidenschaft wendete die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz beim 3:1 (2:1) gegen Lettland einen frühen Rückschlag im Kampf um das EM-Ticket noch ab. Angeführt von Torjäger Moukoko holte sich die Nachwuchs-Elf am Dienstag in Riga nach frühem Rückstand noch den zweiten Sieg im zweiten Spiel und kommt damit auf die Maximal-Ausbeute von sechs Punkten.

Nur der Gruppensieger löst direkt das Ticket für die EM 2023 in Georgien und Rumänien.

Weitere Gegner sind Polen, Ungarn und Israel. Gegen die robusten Letten tat sich der deutsche Fußball-Nachwuchs fünf Tage nach dem lockeren 6:0 gegen San Marino zunächst schwer und geriet durch einen Kopfball von Ilja Korotkovs (8.) in Rückstand. Dann kämpfte sich die Kuntz-Auswahl aber zurück und drehte das Spiel durch Treffer von Moukoko (25.), Angelo Stiller (41.) und Malick Thiaw (48.). »Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden«, urteilte Kuntz. »Mir gefällt, wie die Mannschaft in der Kürze der Zeit zusammenfindet. Jetzt hoffen wir, dass sie in den nächsten Wochen viel Spielpraxis bekommt.«

Die Anfangsphase war geprägt von vielen Zweikämpfen. Der frühe Rückstand machte die Aufgabe für den deutschen Nachwuchs nicht einfacher. Nach einer Ecke nutzten die Gastgeber ihre körperliche Überlegenheit zum 1:0. »Es ist gegen so eine Mannschaft extrem ekelig, hinten zu liegen«, sagte Stiller. Die DFB-Elf war um eine schnelle Antwort bemüht, entwickelte aber kaum Torgefahr.

Die Abwehr vor dem neu ins Tor gerückten Hoffenheimer Luca Philipp hatte immer wieder Probleme. Offensiv vergab Kapitän Jonathan Burkardt die ganz große Chance auf den Ausgleich, als er einen Foulelfmeter ans Aluminium knallte (25.). Nur wenige Sekunden später schlug dann aber sein Sturmpartner Moukoko zu: Mit einem Schuss von der Strafraumgrenze machte er sein drittes U21-Tor im zweiten Spiel.

Die DFB-Auswahl fand nun immer besser in die Partie. Vor allem der 16 Jahre alte Moukoko - seit vergangener Woche jüngster deutscher U21-Nationalspieler und U21-Torschütze - stellte die lettische Abwehr immer wieder vor Probleme. Gleich in mehreren Situationen hätte der Stürmer sein zweites Tor erzielen können. Es war dann aber Stiller, der kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Fernschuss traf. Nach dem Seitenwechsel legte Schalkes Thiaw per Kopf nach einer Ecke nach. Den Zwei-Tore-Vorsprung verwaltete die Kuntz-Elf anschließend und sicherte sich den zweiten Sieg.

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