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Metropolen-Tour für München

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Der FC Bayern trifft in der Champions League auf Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und AEK Athen – eine machbare Metropolen-Gruppe. Losglück hat auch der FC Schalke 04. Bei Borussia Dortmund kommen bei Gegner AS Monaco unschöne Erinnerungen auf. Hoffenheim trifft derweil auf Pep Guardiola.

Bei der Auslosung zur Gruppenphase der Champions League sind den Bundesliga-Clubs am Donnerstag in Monaco die ganz großen Kracher wie Titelverteidiger Real Madrid, der FC Barcelona oder FC Liverpool erspart geblieben. Ex-Weltmeister Kaká und Diego Forlan sorgten als Losfeen im Grimaldi Forum aber auch für emotionale Momente beim deutschen Köngisklassen-Quartett.

»Es werden hoffentlich zwei normale Spiele gegen Monaco, dann werden wir sehen, wer unter normalen Umständen den besseren Part spielt«, sprach Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sofort von den schrecklichen Stunden des Bombenanschlags auf den BVB-Mannschaftsbus im April 2017 kurz vor dem letzten Duell im Viertelfinale mit Monaco. Das Aufeinandertreffen mit den Monegassen steigt am zweiten Spieltag am 3. Oktober.

Ein freudig-emotionales Wiedersehen gibt es hingegen beim anderen Ruhrpott-Club. Benedikt Höwedes kehrt mit Lokomotive Moskau zum Spiel auf Schalke zurück. Das erste Wiedersehen erfolgt gleichfalls am 3. Oktober in Moskau. »Wir haben neulich noch geflachst. Jetzt sehen wir uns schnell wieder«, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. »Gute Freunde kann niemand trennen«, schrieb Höwedes kurz nach der Auslosung bei Instagram. Königsblau war ein großer Gewinner der Königsklassen-Zeremonie. Aus Topf drei ging es in Gruppe D mit dem FC Porto als Auftaktgegner und Galatasaray Istanbul – das hätte S04 viel schlimmer treffen können.

Auch die Bayern konnten zufrieden sein. »Das ist eine attraktive Gruppe, auf die wir uns sehr freuen. Das Ziel ist natürlich das Achtelfinale, aber wir dürfen keinen dieser drei Gegner unterschätzen«, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die Bayern treffen in Gruppe E auf Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und AEK Athen. Alles andere als der Gruppensieg wäre eine Riesen-Enttäuschung. An Benfica, dem Münchner Auftaktgegner am 19. September, haben die Bayern beste Erinnerungen. Viermal trafen die Münchner auf internationaler Bühne in K.-o.-Runden auf den portugiesischen Rekordmeister, immer kamen sie weiter – zuletzt 2016 im Viertelfinale der Königsklasse. Gegen Ajax spielten die Münchner zuletzt 2004/05 in der Gruppenphase und behielten dabei die Oberhand (4:0 und 2:2). AEK Athen ist indes Neuland. »Alle drei haben vergangene Saison in ihren Ligen bewiesen, wie stark sie sind, und wir müssen sehr konzentriert zu Werke gehen, wenn wir die nächste Runde erreichen wollen«, forderte Rummenigge.

Interessante wie schwere Duelle warten indes auf Dortmund. »Wir haben erst vor gut einem Jahr die Klingen gekreuzt und sind froh, wenn das Thema von damals durch ist«, sagte Watzke zum Monaco-Los. Außerdem bekommt es Dortmund mit dem spanischen Spitzenclub Atlético Madrid und dem FC Brügge zu tun. Europa-League- und Supercup-Sieger Atlético war letztmals 1996 BVB-Gegner in der Gruppenphase – damals gewannen die Dortmunder anschließend die Champions League.

1899 Hoffenheim darf sich bei seinem Königsklassen-Debüt auf Pep Guardiola und den englischen Champion Manchester City freuen. »Man City ist der absolute Topfavorit, eine ganz große Herausforderung«, sagte 1899-Sportdirektor Alexander Rosen. Gegen Manchester bestreitet Hoffenheim auch das erste Heimspiel am 2. Oktober. Dazu bekamen die Kraichgauer in Gruppe F noch den ukrainischen Club Schachtjor Donezk und Olympique Lyon zugelost.

Interessant dürfte es in Gruppe C zugehen, wo Jürgen Klopp mit Vorjahresfinalist FC Liverpool auf Thomas Tuchel mit Paris Saint-Germain und Carlo Ancelotti mit dem SSC Neapel trifft. Als vierter Club wartet Ex-Europacup-Sieger Roter Stern Belgrad, der gerade Red Bull Salzburg in den Playoffs bezwungen hat.

Titelverteidiger Real mit Toni Kroos trifft unter anderem auf die AS Rom. Cristiano Ronaldos neuer Club Juventus Turin bekommt es mit Manchester United zu tun. Und der FC Barcelona wurde in eine Gruppe mit Tottenham Hotspur und Inter Mailand gelost.

Die Gruppenphase beginnt am 18./19. September und endet nach sechs Partien für jede Mannschaft am 11./12. Dezember. Der Erste und Zweite aus jeder der acht Gruppen zieht in das Achtelfinale ein. Die Dritten dürfen in der Zwischenrunde der Europa League spielen. Das Finale findet am 1. Juni 2019 in Madrid im Stadion von Atlético statt.

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