Sebastian Vettel (r.) und Mick Schumacher (hier 2019 nach dem Race of Champions) verstehen sich "extrem gut". FOTO: DPA
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Sebastian Vettel (r.) und Mick Schumacher (hier 2019 nach dem Race of Champions) verstehen sich "extrem gut". FOTO: DPA

Mentor im Aufbruch

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(dpa/sid). In seinen Frustjahren bei Ferrari hat Sebastian Vettel oft den Rat von Michael Schumacher vermisst. Nun will der viermalige Weltmeister selbst ein Mentor für Schumacher-Sohn Mick beim Einstieg in die Formel 1 sein. "Es ist mit Sicherheit kein einfacher Schritt und wird schwer, aber ich bin da, wenn ich mit irgendeinem Rat zur Seite stehen kann und wenn er Hilfe braucht", sagte der 33-Jährige vor seiner vorletzten Ausfahrt im Ferrari in Bahrain am Sonntag (18.10 Uhr/RTL/Sky).

In einer an guten Nachrichten für ihn armen Saison freue er sich "mega" über den Aufstieg von Mick Schumacher, versicherte der Hesse. "Mick ist ein super Kerl und wir verstehen uns extrem gut", sagte Vettel. Schumacher, dessen Aufstieg ins Haas-Team zur neuen Saison in dieser Woche verkündet worden war, hatte schon vor einiger Zeit gesagt: "Ich glaube, was mein Papa für Sebastian war, ist Sebastian für mich." Die Aussicht auf gemeinsame Zeiten mit dem Schumacher-Junior auf der Formel-1-Weltreise dürfte Vettels Vorfreude auf ein neues Kapitel seiner Karriere noch einmal gesteigert haben. Schwer genug waren die vergangenen Monate im lahmenden Ferrari für ihn.

Bei vielen Fahrern herrscht eine gewisse Skepsis vor dem zweiten Rennen in Sakhir. Und das hat weniger mit dem schrecklichen Feuerunfall von Romain Grosjean in der Vorwoche zu tun - vielmehr damit, dass nicht auf dem gewöhnlichen Grand-Prix-Kurs gefahren wird. Stattdessen auf der "äußeren" Variante, und die besteht eigentlich nur aus Geraden und schnellen Kurven, bloß drei harte Bremspunkte gibt es, dazwischen wird gerast. "Es wird wirklich ein Experiment", sagt McLaren-Pilot Carlos Sainz, "ich denke, es wird eine andere Art von Rennen hervorbringen." Ernste Bedenken ergeben sich weniger aus dem Layout, eher aus der Kürze der Strecke. Nur gut 3,5 km ist sie lang. Und es war vor einigen Wochen ausgerechnet Grosjean, der warnte: "Das wird nicht funktionieren." Es sei einfach viel zu wenig Platz auf der Strecke für 20 Autos.

Unfall in der Quali

Derweil hat ein Unfall Mick Schumacher in der letzten Startplatzjagd der Formel-2-Saison ausgebremst. Der 21-Jährige kam am Freitag in Bahrain nach einem Crash mit dem israelischen Trident-Piloten Roy Nissany nur auf Rang 18 und muss nun um den Titelgewinn in der Nachwuchsserie bangen. Auf dem sehr kurzen Kurs in der Wüste von Sakhir kam Schumacher nicht gut zurecht. Als er kurz vor Ende im Getümmel noch einmal seine Zeit verbessern wollte und Nissany überholte, fuhr dieser ihm über das Hinterrad.

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