Mehr Fragen als Antworten in der 3. Liga

  • vonDPA
    schließen

(dpa). Eine Abkehr vom Dauer-Zoff ist bei den Fußball-Drittligisten auch nach dem Votum für eine Fortsetzung der Saison nicht erkennbar. Zwar feierte DFB-Vizepräsident Peter Frymuth das Ergebnis vom Montagabend als "mehrheitliche Meinung". Doch nachdem sich gerade einmal zehn der 20 Clubs für eine Weiterführung der Spielzeit über den 30. Juni hinaus ausgesprochen haben, bleiben mehr Fragen als Antworten. Eindeutig ist zunächst die Abhängigkeit von der Politik.

In einem offenbar den Idealfall widerspiegelnden Szenario würde die Liga ihren Betrieb am 16. Mai mit dem 28. Spieltag wiederaufnehmen. Nach fünf englischen Wochen wäre der letzte Spieltag am Wochenende 20./21. Juni vorgesehen, dann würde die Relegation folgen. Dazu müssten zunächst die Kontaktbeschränkungen gelockert und Mannschaftstraining ermöglicht werden. Derzeit befinden sich nur zwölf Drittligisten im Kleingruppen-Training ohne Kontakte. Acht Vereine haben keine Sondergenehmigung erhalten oder sie womöglich gar nicht beantragt. Offen ist zudem, wie viel Mannschaftstraining vor einem Neustart gewährt werden soll. Ebenso ungeklärt ist, ob alle Clubs in ihren Stadien Geisterspiele austragen dürfen. Das muss die Politik entscheiden. Dem Halleschen FC wurde dies bereits vom Oberbürgermeister untersagt, da das Konzept nicht umsetzbar und finanzierbar sei.

Im nächsten Schritt befasst sich nun der Ligaausschuss mit dem von den Klubs abgegebenen Meinungsbild. Eine Beschlussfassung zur Fortsetzung der Saison für das DFB-Präsidium oder den -Vorstand dürfte in dieser Woche jedoch nicht mehr vorliegen. Zumal erst die weiteren Schritte der Politik abgewartet werden sollen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare