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Mbappé macht alles klar für Frankreich

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Tyson Fury (r.) hat Deontay Wilder im WM-Schwergewichtskampf entscheidend getroffen. © AFP GmbH

Dänemark und England sind auf WM-Kurs, die Schweiz sowie Österreich setzen Zeichen im Playoff-Rennen - und Robert Lewandowski bleibt gegen einen Fußballzwerg torlos.

(dpa). Dank Kylian Mbappé hat Frankreich gut drei Jahre nach dem WM-Titel auch erstmals in der Nations League triumphiert. Das Star-Ensemble von Trainer Didier Deschamps setzte sich im Finale mit 2:1 (0:0) gegen Deutschland-Bezwinger Spanien durch und krönte sich zum Nachfolger von Premierensieger Portugal. Mbappé erzielte am Sonntagabend im Mailänder San Siro in der 80. Minute den umjubelten Siegtreffer für die Équipe Tricolore, die damit zumindest ein wenig ihre schwache Fußball-Europameisterschaft vergessen ließ.

Die Spanier warten hingegen weiter auf ihre erste Trophäe seit dem EM-Sieg 2012. Mikel Oyarzabal (64. Minute) brachte das Team von Coach Luis Enrique nach gewonnenem Duell mit dem eingewechselten Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano in Führung, Karim Benzema glich nur zwei Minuten später mit einem feinen Schlenzer aus.

Europameister Italien hat sich den dritten Platz gesichert. Nicolo Barella (46.) und Domenico Berardi per Foulelfmeter (66.) sorgten für die Treffer der Azzurri beim 2:1 (0:0)-Erfolg über Belgien. Der Anschlusstreffer gelang Charles de Ketelaere erst vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit.

(sid). Tyson Fury hat den dritten Teil der Box-Trilogie gegen Deontay Wilder gewonnen und damit seinen Schwergewichtsgürtel verteidigt. Der 33 Jahre alte Brite blieb in Paradise/Nevada durch den K.-o.-Sieg in der elften Runde auch im 32. Profikampf ungeschlagen.

»Zweifelt niemals an mir. Wenn es darauf ankommt, werde ich immer liefern«, sagte Fury nach seinem Triumph: »Ich habe immer gesagt, ich bin der Beste der Welt und er ist der Zweitbeste. Es war ein großartiger Kampf, der jeder Trilogie in diesem Sport würdig ist.«

Beide Kämpfer gingen in einem spektakulären Fight vor 15 820 Zuschauern mehrfach zu Boden. Wilder landete in der dritten Runde erstmals auf der Matte, ehe Fury in der vierten Runde erstmals zu Boden ging. Mit zunehmender Kampfdauer übernahm der Brite die Kontrolle und knockte seinen Kontrahenten aus den USA in der elften Runde mit einem rechten Haken aus.

Im ersten Duell 2018 hatte sich Fury gegen den damaligen Weltmeister aus den USA trotz klarer Überlegenheit mit einem Unentschieden begnügen müssen, Anfang 2020 entriss er Wilder den WBC-Titel durch technischen K.o. Es war Wilders erste Niederlage in 44 Kämpfen, nach der er Fury beschuldigte, Gewichte in seine Handschuhe geschmuggelt zu haben.

Auch vor dem dritten Aufeinandertreffen hatte es zwischen den beiden Kontrahenten gekracht. Fury beschimpfte Wilder (35) als »Penner«, »Stück Scheiße« und »Pussy«. »Nach diesem Kampf wirst du wieder bei der Fast-Food-Kette arbeiten, bei der du zu Beginn deiner Karriere warst«, tönte Fury, der sich 2015 mit einem Sieg gegen Wladimir Klitschko erstmals zum Box-Weltmeister gekrönt hatte.

Fury selbst hatte eigentlich zu einem dritten Duell gar nicht mehr antreten wollen, er spekulierte auf den großen Vereinigungskampf mit Anthony Joshua, der kürzlich die übrigen wichtigen WM-Gürtel (WBA, WBO, IBF) an den Ukrainer Alexander Usyk verloren hatte. Erst ein Schiedsgericht zwang Fury zu Duell Nummer drei und verhinderte so den Joshua-Kampf.

Der Sportinformationsdienst (sid) nimmt die wichtigsten Ereignisse der europäischen WM-Qualifikation unter die Lupe.

Danish Dynamite: Sieben Spiele, sieben Siege - dazu ein Torverhältnis von 26:0: Kein Team marschiert so durch die Qualifikation wie Dänemark. Der Überraschungshalbfinalist der EM ließ auch Moldau beim 4:0 (4:0) keine Chance. Und dabei spielten die Dänen nach Ansicht ihres Trainers Kasper Hjulmand nicht einmal gut. »Es war ein Chaos. Ich denke, wir waren zu schlecht in unseren Positionen. Auch die Qualität unseres Spiels war zu schlecht«, kritisierte der 49-Jährige. Und dennoch haben die Dänen schon am Dienstag gegen Österreich den ersten Matchball für das WM-Ticket, die Playoffs sind ihnen ohnehin nicht mehr zu nehmen.

Eiskalte Engländer: Wirklich Zweifel am nächsten Erfolg des Vize-Europameisters gab es eigentlich nur am Tag vor dem Spiel. Ein Feuer im Estadi Nacional von Andorra gefährdete am Freitag kurz die Austragung der Partie. Doch die Three Lions ließen sich davon nicht beeindrucken, siegten mit einer B-Elf gänzlich ungefährdet mit 5:0 (2:0) beim Fußballzwerg - und das ohne ein sportlich es Feuerwerk abzubrennen. Dem ehemaligen Dortmunder Jadon Sancho gelangen zwei Vorlagen, 118-Millionen-Mann Jack Grealish erzielte im 16. Länderspiel seinen ersten Treffer.

Aufholende Alpenkicker: Ganz glücklich waren sowohl die Schweiz als auch Österreich nicht mit ihren letzten Auftritten in der WM-Qualifikation, doch nun setzten beide wichtige Lebenszeichen. Nach zwei Remis in Folge gewann die Schweiz mit 2:0 (1:0) gegen Nordirland und jagt als Gruppenzweiter Europameister Italien. In die Karten spielte den Eidgenossen der Platzverweis gegen Jamal Lewis, der in der 37. Minute wegen Spielverzögerung bei einem Einwurf Gelb-Rot sah. Österreich wahrte mit dem pflichtgemäßen 2:0 (1:0) auf den Färöern seine Mini-Chance auf Playoff-Rang zwei, die Bundesliga-Profis Konrad Laimer und Marcel Sabitzer trafen.

Lahmender Lewandowski: Die polnische Nationalmannschaft gewann gegen Fußballzwerg San Marino mit 5:0 (2:0) - und das ohne Treffer der Tormaschine Robert Lewandowski. Der Angreifer von Bayern München mühte sich gegen die Fünferkette des Außenseiters bis zu seiner Auswechslung in der 66. Minute vergebens, sein vermeintliches Tor zum 3:0 wurde wegen eines Foulspiels aberkannt. Zuletzt war der 33-Jährige schon in zwei Bundesligaspielen nacheinander ohne Treffer geblieben.

Kuntz’ Kater: Die Erwartungen und Hoffnungen an Stefan Kuntz waren riesig, doch die Enttäuschung nach seiner Premiere ebenso. »Der deutsche Impfstoff hat nicht gewirkt«, titelte die Tageszeitung »Fanatik« nach dem 1:1 gegen Norwegen. Die Aussichten auf die Qualifikation zur WM in Katar sind weiter gesunken, aus dem »kleinen Wunder« (Kuntz) ist ein größeres geworden. Um es doch noch über die Playoffs zur Weltmeisterschaft zu schaffen, braucht es nun neben drei eigenen Siegen auch einen norwegischen Patzer.

(sid). Die Chefs der Landes- und Regionalverbände werden bei der Wahl zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen Vertreter aus dem Amateurbereich ins Rennen schicken. Dies teilte der DFB nach der dreitägigen Konferenz der Landesfürsten in Hamburg mit. Über konkrete Kandidaten sei im Rahmen der Sitzungen im Lindner-Hotel allerdings noch nicht diskutiert worden. »Ich sehe dafür durchaus einige fähige Leute«, sagte Uwe Döring, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. Des Weiteren schlägt die Präsidentenkonferenz eine Anpassung der Kompetenzverteilung vor, dem Präsidenten solle eine Richtlinienkompetenz zukommen. Demnach würde der Generalsekretär künftig vom DFB-Präsidium auf Vorschlag des Präsidenten berufen. So solle »eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit« zwischen Präsident und Generalsekretär gewährleistet werden.

Ex-Präsident Fritz Keller war auch über einen Streit mit dem ehemaligen Generalsekretär Friedrich Curtius gestolpert. Entsprechende Satzungsänderungen können allerdings erst auf dem Ordentlichen DFB-Bundestag am 11. März in Frankfurt beschlossen werden. Dort wird dann auch ein neuer DFB-Präsident gewählt, Kandidaturen können bis zum 10. Februar eingereicht werden.

(dpa/lhe). Die Fußball-Frauen von Eintracht Frankfurt haben ihre Auswärtsaufgabe bei der SGS Essen am fünften Bundesliga-Spieltag erfolgreich gelöst. Die Hessinnen kamen am Sonntag zu einem 2:0 (1:0)-Sieg und schoben sich in der Tabelle mit zwölf Punkten auf Rang vier vor.

Laura Freigang in der 41. Minute und Essens Lena Ostermeier (78.) mit einem Eigentor trafen für die Eintracht, die in Nationaltorhüterin Merle Frohms einen starken Rückhalt hatte.

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Richtig zur Sache geht es auf den Färöern, wo sich Odmar Faero (r.) und Ercan Kara von den mit 2:0 siegreichen Österreichern nichts schenken. © Imago Sportfotodienst GmbH

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