Michael van Gerwen bleibt über die Feiertage in London, um nicht in Quarantäne zu müssen. FOTO: DPA
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Michael van Gerwen bleibt über die Feiertage in London, um nicht in Quarantäne zu müssen. FOTO: DPA

Maßnahmen verschärft

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(dpa). Die Heimflüge sind gestrichen, das Weihnachtsfest mit der Familie fällt aus: Inmitten der jüngsten Reisebeschränkungen wegen einer neuen Corona-Mutation droht auch der Darts-WM in London das Chaos. Die Profis vom europäischen Festland werden vom Weltverband PDC angehalten, über die Feiertage im Spielerhotel zu bleiben und bloß nicht das Vereinigte Königreich zu verlassen. Die Abreisepläne von Primus Michael van Gerwen durchkreuzte die PDC sogar, um den Topfavoriten im Turnier zu halten. Wäre "Mighty Mike" am Sonntagabend nicht auf der Insel gewesen, hätte er seinen vierten WM-Titel wohl vorzeitig abhaken können.

Die möglicherweise besonders ansteckende Variante des Coronavirus, die sich in Großbritannien ausbreitet, sorgt für große Verunsicherung unter den Spielern. Während zum Turnierstart noch 1000 Fans in die Halle und dabei Bier trinken durften, gilt nun in London und anderen britischen Regionen die höchste Corona-Stufe. Einwohner dürfen das Gebiet nicht verlassen. Nach Bekanntgabe der schärferen Maßnahmen reisten zahlreiche Menschen spontan aus London ab, auch die deutschen TV-Teams von Sport1 und DAZN traten überstürzt den Heimweg an.

Van Gerwen selbst ist bereit, das große Opfer zu bringen. "Okay, ich verbringe Weihnachten in London. Es ist hart, nicht bei der Familie zu sein, aber sie verstehen diese Entscheidung", schrieb der zweifache Familienvater. Doch ob mit dem empfohlenen Abreisestopp alle Probleme gelöst sind, ist ungeklärt.

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