Golf

Martin Kaymers Wechselbad der Gefühle

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(sid). Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer durchlebt in diesen Tagen ein Wechselbad der Gefühle. Wehmut schwang bei seiner schwierigen Entscheidung mit, wegen der »vielen Restriktionen« doch nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilzunehmen. Erfreut nahm er dafür im Gegenzug die Einladung an, das europäische Team beim Ryder Cup als Vizekapitän zu unterstützen.

Das Thema Olympia aber liegt dem 36-Jährigen schwer im Magen. Sommerspiele standen bei Kaymer stets ganz oben auf der Prioritätenliste. Tokio aber, das ginge irgendwie nicht. »Es ist alles so schwierig. Der Teamspirit ist nicht da. Wir Golfer wohnen nicht im olympischen Dorf«, sagte der zweimalige Major-Gewinner kurz vor dem Start der BMW International Open ab dem heutigen Donnerstag in München, »es ist diesmal nur ein ganz normales Turnier«. Der olympische Gedanke komme »nicht zum Tragen«. Er sei immer noch ein »Riesen-Fan« von Olympia. 2016 in Rio de Janeiro sei »ein Traum« gewesen. »Aber nach dieser Erfahrung wäre es nicht so wie damals«, so Kaymer. In Tokio gehe es nur »ums Geld«.

Als Trostpflaster kam das Angebot für den Ryder Cup gerade recht. Neben dem Nordiren Graeme McDowell wurde Kaymer von Kapitän Padraig Harrington zu einem seiner Vizekapitäne für das Ryder-Cup-Duell vom 24. bis 26. September in Haven/Wisconsin gegen Gastgeber USA berufen. »Diese Nominierung sagt viel darüber aus, was der Kapitän und das gesamte Team über dich denken und wie sehr sie dich schätzen«, sagte er.

Sein Ziel, zum fünften Mal als Spieler teilzunehmen, hat Kaymer noch nicht aufgegeben. Um jedoch von Harrington eine Wildcard zu erhalten, müsste Kaymer noch ein Turnier gewinnen. Dies ist ihm aber seit seinem Triumph bei der US Open 2014 noch nicht wieder gelungen.

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