Bislang überzeugt Robin Koch im Nationalteam. FOTO: DPA
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Bislang überzeugt Robin Koch im Nationalteam. FOTO: DPA

Robin Koch

Ein Mann für alle Fälle

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(sid). Von Robin Koch (24) ist Bundestrainer Joachim Löw "sehr angetan, sogar sehr begeistert". Koch ist wohl der größte Gewinner im letzten Länderspiel-Lehrgang des Jahres. "Auf ihn ist Verlass", sagte der Bundestrainer. Und zwar so sehr, dass Löw den Profi von Leeds United bei den Siegen gegen Tschechien ("Topleistung ohne Fehler!") und die Ukraine ("Sehr abgeklärt!") über die volle Distanz spielen ließ. Einmal als zentraler Innenverteidiger in der Dreierkette, einmal überraschend als Sechser vor der Abwehr.

Der oft unterschätzte Koch lieferte - und darf sich auch heute in Spanien Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz machen. Durch die Gelbsperre von Antonio Rüdiger wird in der Innenverteidigung der Platz neben Niklas Süle frei, Koch gilt als erster Anwärter.

Eintracht Trier, 1. FC Kaiserslautern, SC Freiburg und nun Leeds United und die Nationalmannschaft - der Sohn von Lautern-Ikone Harry Koch wuchs stets mit seinen Aufgaben. Bei Löw ist der Defensiv-Allrounder schon nach sechs Länderspielen ein Mann für Spezialaufträge. Gegen die Ukraine experimentierte der Bundestrainer mit ihm als tiefstehenden Sechser, "weil die Ukrainer viel durchs Zentrum spielen und ich die Passwege unterbinden wollte". Das tat Koch eindrucksvoll, auch wenn er beim Gegentreffer nicht ganz glücklich aussah. Dafür war sein öffnender Pass auf Leon Goretzka vor dem 2:1 eine Augenweide.

Der Ex-Freiburger absolvierte für Leeds mit seinem als Taktikfuchs bekannten Trainer Marcelo Bielsa alle acht Ligaspiele über die volle Distanz und hat längst die großen Klubs auf sich aufmerksam gemacht. Vor allem seine Ballgewinne und die exzellente Spieleröffnung machen Koch begehrt. Auch bei Löw.

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