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Gregor Mühlberger vom Team Bora-hansgrohe attackiert am Mammolshainer Berg. Der Radklassiker Frankfurt-Eschborn inklusive Skoda-Velotour wurde vom traditionellen Termin 1. Mai auf den 19. September verschoben.

1. Mai kommt zu früh

  • VonRedaktion
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(fnp). Es ist nicht leicht, in diesen Tagen eine Aufbruchsstimmung im Radsport zu erzeugen. Zahlreiche Rennen fallen weiterhin aus. Beim deutschen Klassiker Eschborn-Frankfurt herrscht hingegen seit gestern neue Zuversicht.

Der Weltverband UCI gab grünes Licht, dass das Traditionsrennen in diesem Jahr auf den 19. September verschoben werden kann. »Wir sind extrem froh und dankbar, dass wir dieses Datum bekommen haben. Im aktuellen Kontext ist das eigentlich der perfekte Termin«, sagte Rennchef Claude Rach.

Denn exakt eine Woche später, am 26. September, steigt bei der Weltmeisterschaft in Belgien das Straßenrennen. Rach und Co. dürfen darauf hoffen, einige WM-Teilnehmer in Frankfurt begrüßen zu können.

»Unser Rennen ist nicht einmal 500 Kilometer weit weg von der WM-Strecke in Flandern. Das wird logistisch einfach sein für die Teams«, so Rach. »Ich glaube, wir werden eine sehr tolle WM-Generalprobe haben. Das gibt uns einen extra Schub.«

Seit Wochen war klar, dass der ursprüngliche Termin am 1. Mai wegen der geltenden Hygienekonzepte nicht zu halten ist. Fieberhaft wurde an einer Verschiebung gearbeitet. In Frage kam nur ein Sonntag, weil die Innenstadt in Frankfurt an keinem anderen Wochentag gesperrt werden kann.

Mehrere Termine zwischen Mitte September und Mitte Oktober wurden diskutiert. Es gab Gespräche mit Behörden, mit dem übertragenden TV-Sender HR, mit Sponsoren. Die nun gelungene Verlegung stellt nicht nur für den 59 Jahre alten Radklassiker ein Novum dar, der erstmals nicht an einem 1. Mai stattfindet.

Am 19. September wäre laut UCI-Statuten eigentlich kein Rennen der World-Tour erlaubt: An diesem Tag findet zudem das WM-Zeitfahren in Belgien statt. »Die UCI lässt während einer WM eigentlich keine World-Tour-Rennen zu. Für uns wird eine Ausnahme gemacht«, freut sich Rach. Der Luxemburger, leitender Angestellter beim Tour-Veranstalter ASO, hat beste Kontakte zum Weltverband. »Ich arbeite seit anderthalb Jahren Hand in Hand mit der UCI an Hygienekonzepten für Rennen. Auch bei der Tour de France war ich sehr stark involviert«, erklärt Rach. »Das hat mir geholfen.«

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