Die gute Laune wollen sich die Eintracht-Profis Filip Kostic (l.) und David Abraham nach zuletzt zwei Siegen heute nicht in Düsseldorf vermiesen lassen. FOTO: DPA
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Die gute Laune wollen sich die Eintracht-Profis Filip Kostic (l.) und David Abraham nach zuletzt zwei Siegen heute nicht in Düsseldorf vermiesen lassen. FOTO: DPA

"Lotteriespiel" beim Letzten

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Der plötzliche Trainerwechsel in Düsseldorf macht die Vorbereitung für die Eintracht schwerer. Bei der Fortuna soll für die Frankfurter heute dennoch der dritte Sieg in Serie herausspringen. Trainer Hütter hat mehr personelle Alternativen.

Friedhelm Funkel ist weg - und jetzt? Der plötzliche Wechsel vom Trainer-Routinier zu Uwe Rösler stellt auch den nächsten Gegner Eintracht Frankfurt vor Schwierigkeiten. "Die Frage könnte sein: Wie wird er das Spiel angehen? Es ist ein bisschen ein Lotteriespiel, um zu sagen, was er genau spielt", mutmaßte Eintracht-Coach Adi Hütter am Freitag über den Tabellenletzten Fortuna Düsseldorf, der unter der Woche Funkel entließ und nun mit Rösler die Wende und den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga schaffen will. Der erste Schritt soll dafür heute (15.30 Uhr/Sky) gegen die aufstrebende Eintracht gelingen.

Hütter und die RB-Leipzig-Bezwinger wollen das verhindern und ihre Siegesserie im Jahr 2020 fortsetzen. "Man kann sich auf die eigenen Stärken besinnen. Wir haben zweimal gewonnen und zwei ordentliche Leistungen gebracht. In Düsseldorf wird es sicher neuen Schwung geben, trotz allem müssen wir zeigen, warum wir sechs Punkte bisher gemacht haben", sagte der Österreicher. Die Eintracht hat im neuen Jahr zur Viererkette gewechselt und zuletzt im 4-2-3-1-System agiert. In Düsseldorf könnte es Hütter etwas offensiver probieren und den zuletzt verletzten Daichi Kamada in die Startelf befördern.

Nach zwei Siegen zum Jahresstart beginnen nun turbulente Wochen für die Hessen, die auch im DFB-Pokal (gegen RB Leipzig) und in der Europa League (gegen RB Salzburg) noch vertreten sind und regelmäßig im Drei-Tage-Rhythmus auflaufen werden. "Natürlich machen wir uns Gedanken über die nächsten drei Spiele", formulierte Hütter, der in den Stürmern Goncalo Paciencia und André Silva sowie in Kamada und dem früheren Abwehrchef Makoto Hasebe hochwertige Alternativen zur Verfügung hat.

Dass entgegen Gerüchten um Dortmunds Jacob Bruun Larsen keine Verstärkung auf der rechten Offensivseite verpflichtet wurde, findet Hütter nicht gravierend. Mit Timothy Chandler spielte zuletzt ein Außenverteidiger auf dieser Position, auch den Japaner Kamada zieht der Trainer in Betracht. "Ich sehe es da nicht so markant, dass wir auf dieser Position etwas tun müssen", sagte Hütter. Dafür hat er gestern noch den Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker von RB Leipzig dazubekommen.

Fehlen in Düsseldorf wird Bas Dost. Der Stürmer leidet unter einer Magen-Darm-Erkrankung und musste am Freitag kurzfristig im Krankenhaus untersucht werden.

Ein klares Plädoyer hielt Hütter für seinen Torhüter Kevin Trapp. Trotz der langwierigen Schulterverletzung und starker Leistungen von Vertreter Frederik Rönnow habe es nie einen Zweifel an der Rolle des deutschen WM-Teilnehmers gegeben. "Fakt ist, dass Kevin Trapp die Nummer eins ist. Schön ist, dass er zügig zurückgekommen ist", so Hütter.

Mit einem Sieg könnte die Eintracht einen Platz in der oberen Tabellenhälfte festigen. Darauf hoffen auch die über 5000 Eintracht-Fans, die heute ihr Teams ins Rheinland begleiten werden.

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