Bayerns Joshua Kimmich verletzt sich in Dortmund am Knie. FOTO: DPA
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Bayerns Joshua Kimmich verletzt sich in Dortmund am Knie. FOTO: DPA

Löws schwarzes Wochenende

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(dpa). Die Tränen in den Augen von Joshua Kimmich berührten auch Joachim Löw. Die düsteren Personal-Prophezeiungen des Bundestrainers werden vor dem letzten Länderspiel-Dreierpack des an Widrigkeiten kaum zu übertreffenden Corona-Jahres bittere Realität. Mit großer Sorge musste Löw die Bilder aus Dortmund und die Nachricht der schweren Knieverletzung seines Führungsspielers verfolgen. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler wurde am Sonntagabend am Außenmeniskus des rechten Knies operiert. Die medizinische Abteilung des deutschen Rekordmeisters geht davon aus, dass Kimmich im Januar wieder zur Verfügung stehen werde, wie der Verein mitteilte.

Die Bayern reagierten erleichtert, dass Kimmichs Verletzung nicht ganz so schwer ist wie befürchtet. "Wir sind froh, dass Joshua uns voraussichtlich in einigen Wochen wieder zur Verfügung stehen wird", äußerte Sportdirektor Hasan Salihamidzic in der Mitteilung:

Wenn Löw seinen Kader am Montag zur Mittagsstunde im Leipziger Westin Hotel versammelt, wird dem 60-Jährigen auf unangenehme Weise klar werden, dass er mit seiner Prognose recht hatte: Personell wird die pickepackevolle Saison mit der verschobenen EM als Höhepunkt im Sommer 2021 eine riesige Herausforderung.

Das gilt auch für das Testspiel gegen Tschechien am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) und die folgenden finalen Partien in der Nations League am Samstag gegen die Ukraine und drei Tage später in Spanien (beide 20.45 Uhr/ARD). "Eine Mannschaft braucht Konstanz, Automatismen, Sicherheit, blindes Verständnis untereinander. Eine Mannschaft muss wachsen, die Abläufe müssen sich entwickeln. Das ist aktuell kaum darzustellen", sagte Löw bei der Nominierung seines ursprünglich 29 Spieler umfassenden Kaders.

Neben Kimmich fällt auch Leipzigs linker Verteidiger Marcel Halstenberg wegen seiner wiederkehrenden Adduktorenprobleme für die beiden Partien in seinem Heimstadion und die Reise nach Sevilla aus. "Er konnte das Aufwärmen nicht beenden, hatte wieder Probleme. Demnach wird er die Länderspiele nicht machen", sagte sein Club-Trainer Julian Nagelsmann.

Aus Paris kam dann eine weitere schlechte Nachricht. Rechtsverteidiger Thilo Kehrer musste beim 3:0 von PSG gegen Stade Rennes am Samstag in der ersten Halbzeit verletzt raus. Auch er kann wegen Leistenproblemen nicht kommen. Schon zuvor war klar, dass aus Verletzungs- und Corona-Gründen Niklas Süle, Kai Havertz, Lukas Klostermann, Julian Draxler, Emre Can und Suat Serdar ausfallen. Ersatztorwart Marc-André ter Stegen nimmt nach seinem Club-Comeback in Barcelona noch eine DFB-Auszeit. In Summe fehlt Löw fast eine komplette Mannschaft. Leroy Sané und Ilkay Gündogan kehren nach ihren Oktober-Zwangspausen zwar ins DFB-Team zurück, doch die hohe Ausfall-Quote erschwert Löw das Bundestrainer-Leben.

Löw hat auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Halstenberg und Kehrer reagiert und U21-Nationalspieler Ridle Baku vom VfL Wolfsburg nachnominiert.

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