Locker ins Halbfinale

(dpa/sid). Trotz des Fehlens nahezu aller großen Namen haben beide deutschen Mannschaften bei der Tischtennis-Team-Europameisterschaft in Rumänien das Halbfinale erreicht. Die Männer schlugen Tschechien am späten Freitagabend auch ohne die beiden Topstars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov mit 3:1. Ihr Halbfinal-Gegner ist am Samstag Dänemark.

Das stark verjüngte Frauen-Team hatte bereits am Morgen mit 3:0 gegen Polen gewonnen und trifft jetzt auf den Mitfavoriten Portugal.

Patrick Franziska (Saarbrücken), Benedikt Duda (Bergneustadt) und Dang Qiu (Düsseldorf) hatten gegen die Tschechen stark zu kämpfen. Der Weltranglisten-18. Franziska verlor zunächst sein Einzel gegen Lubomir Jancarik in 2:3 Sätzen, machte am Ende aber den dritten Punkt gegen Tomas Polansky (3:1) perfekt.

Bei den Frauen gaben Nina Mittelham (Berlin), Sabine Winter (Schwabhausen) und Chantal Mantz (Langstadt) gegen Polen dagegen nur einen einzigen Satz ab. »Dass wir in dieser Konstellation nach dem kurzfristigen Ausfall von Peti das Halbfinale erreicht haben, ist eine wirklich starke Leistung des gesamten Teams. Wir haben einen unglaublich starken Teamspirit«, sagte die neue Bundestrainerin Tamara Boros. Die Nachfolgerin von Jie Schöpp muss bei ihrem ersten internationalen Turnier auf die drei Stammspielerinnen Petrissa Solja, Han Ying und Shan Xioana verzichten. Dieses Trio plus Mittelham verloren bei der EM 2019 gegen Portugal mit 2:3.

Schon mit dem Einzug ins Viertelfinale hatten die DTTB-Teams ihre Zielvorgaben erreicht und sich die Qualifikation für die WM 2022 gesichert. »In dieser Situation eine Medaille zu gewinnen beweist, wie gut wir wirklich sind und dass man mit uns rechnen kann, auch wenn wir ohne die Nummern 1, 2 und 3 spielen«, sagte Nina Mittelham.

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