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Liverpools Mohamed Salah tief enttäuscht nach der nächsten Niederlage.

Liverpool patzt

(sid). Jürgen Klopp lief emotional auf Reserve. Gibt er den englischen Meisterkampf wirklich verloren? Der Teammanager des kriselnden Titelverteidigers FC Liverpool senkte niedergeschlagen den Kopf und zog zweimal die Nase hoch, dann sagte er resigniert: »Ja, ich kann es nicht glauben, aber ja.« Zu stark ist Tabellenführer Manchester City mit dem alles überragenden Ilkay Gündogan, zu groß der Rückstand.

Die Himmelsblauen mit dem Mann der Stunde in der Premier League liegen 13 Punkte vor den Reds und haben sogar ein Spiel weniger absolviert. »Ich glaube nicht, dass wir die Lücke schließen können, um ehrlich zu sein«, sagte Klopp nach dem 1:3 bei Leicester City schwer getroffen: »Wir verschwenden keinen Gedanken an den Titel, wir sind ja nicht blöd.«

Stattdessen richtete er den Blick nach seinem völlig misslungenen Jubiläum im 300. Pflichtspiel auf der Liverpool-Bank nach vorne - auch auf das Duell mit RB Leipzig in der Champions League am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) in Budapest. »Wir haben am Dienstag ein schweres Spiel, dann am Samstag - daran denken wir. Diese Spiele müssen wir gewinnen, wenn wir die Saison retten wollen.«

Für Klopp geht es nur noch darum, irgendwie die Qualifikation für die Königsklasse zu sichern. Ob über die Liga oder in der Champions League - beides wird unglaublich schwer. Das dürfte Klopp in Leicester erneut schmerzlich bewusst geworden sein. Nach der Führung durch Mohamed Salah (67.) taumelten seine Reds in die dritte Liga-Pleite hintereinander. Ein Missverständnis zwischen Ozan Kabak und Torwart Alisson, das Jamie Vardy das 1:2 (81.) schenkte, ließ das Spiel kippen.

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