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Der Däne Jesper Lindström soll die Eintracht-Offensive bereichern.

Lindström muss zunehmen

  • VonRedaktion
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(kil). Zwei Trainingseinheiten hat Frankfurts neuer Däne Jesper Lindström jetzt in den Knochen. Die erste Nervosität ist beim jungen Mann verflogen, und er hat gemerkt, dass er eigentlich ganz gut mithalten kann mit den neuen Kollegen. Das hat damit zu tun, dass er schon drei Wochen Vorbereitung mit seinem alten Klub Bröndby IF in den Beinen hat, in Dänemark beginnt die Saison deutlich früher als hierzulande.

»Das hat gut gepasst.«

Und, klar, mit dem neuen Coach Oliver Glasner hat der 21-Jährige auch schon ein erstes Gespräch geführt. Und da hat ihm der Fußballlehrer dringend ins Gewissen geredet: »Ich muss zunehmen«, erzählt Lindström grinsend, nicht am Bauch, aber ein bisschen mehr Muskelmasse würde sicher nicht schaden. Der Junge ist ja ein halbes Hemd, bei 1,82 Meter Größe beziffert er sein »Kampfgewicht« auf 66 Kilogramm. Er wird sich umstellen müssen in der Bundesliga, sich auf physisch deutlich stärkere Gegenspieler einstellen.

Lindström, für 6,5 Millionen Euro vom dänischen Meister Bröndby IF gekommen, ist ein aufgeweckter, unkomplizierter, smarter und durchaus selbstbewusster junger Mann. Den Fragemarathon bei seiner Vorstellung am Dienstag absolvierte er souverän in Dänisch, Jan Jacobsen übersetzte, auch weil sein Deutsch, das alle Dänen in der Grundschule beginnen zu lernen, noch nicht ausreicht. Fußballerisch sollten seine Fähigkeiten allerdings reichen. Lindström ist schnell, verfügt über einen guten Schuss, mit ihm kann man kombinieren. Er brauche Leute hinter sich, die ihm den Rücken freihielten und ihn dann in den Zwischenräumen bedienten, sagte er.

Der Techniker kann alle Positionen in der Offensive begleiten, er liebt es, sich in den Zwischenräumen hinter den Spitzen zu bewegen. An der Bundesliga, die er im Fernsehen regelmäßig verfolgt hat, imponiert ihm, dass blitzschnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet wird, »das kommt mir sehr entgegen«, sagt er, bis 2026 an die Eintracht gebunden.

In der letzten Saison bei Bröndby absolvierte das Offensivtalent 29 Pflichtspiele, erzielte zehn Tore und legte elf auf, das ist keine schlechte Bilanz. Auch der dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand, der den U21-Spieler bislang einmal für die A-Auswahl nominiert hat, hält den Wechsel in die Bundesliga für wichtig. Das sei der nächste und richtige Schritt für ihn in seiner Karriere, habe der Coach in Interviews gesagt.

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