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Lichte-Aus in Mainz - Heidel kehrt zurück

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(sid). Der Trainer ist entlassen, der Retter kommt und bringt gleich einen neuen Sportdirektor mit: Der FSV Mainz 05 macht zum Jahreswechsel Tabula rasa. Trainer Jan Moritz-Lichte wurde am Montag von Rückkehrer Christian Heidel freigestellt. Der langjährige Macher der Mainzer geht die Mission Nichtabstieg als neuer Sportvorstand im Duo mit dem früheren FSV-Coach Martin Schmidt an, der Sportchef wird.

Jan Siewert, Cheftrainer des Nachwuchsleistungszentrums, übernimmt vorerst das Training, ist aber nicht als Dauerlösung vorgesehen. Vereinsnahe Medien spekulieren mit dem früheren Mainzer Profi Bo Svensson, der momentan den österreichischen Zweitligisten FC Liefering trainiert.

"Wir haben vereinbart, dass wir uns mit zeitlichem Abstand zusammensetzen und besprechen, inwieweit es eine zukünftige Aufgabe für ihn geben kann", sagte der Vereinsvorsitzende Stefan Hofmann über Lichte. Dieser war vom Beierlorzer-Assistenten zum Chefcoach befördert worden und könnte nun wieder ins zweite Glied rücken.

Seit Tagen wurde am Bruchweg eifrig telefoniert. Heidel sollte davon überzeugt werden, dass er trotz anderweitiger Pläne die Nachfolge seines am Dienstag zurückgetretenen Nachfolgers Rouven Schröder antritt - es gelang. Mit dieser Personalie will der FSV an die guten, alten Zeiten anknüpfen. Schließlich hat Heidel die Geschicke des Vereins rund ein Vierteljahrhundert erfolgreich bestimmt. Erst der mittlerweile 57-Jährige machte aus dem Provinzklub einen etablierten Erstligisten.

Seit Heidels Abgang zu Schalke 04 in 2016 konnte beim FSV niemand aus dem Schatten des früheren Machers treten. Nun wollen sich die Rheinhessen, bei denen nicht erst seit dem Spielerstreik im September und dem Rauswurf von Trainer Achim Beierlorzer Unruhe herrscht, wieder hinter ihrer einstigen Galionsfigur versammeln.

Der frühere Autoverkäufer Heidel, der eigentlich nur noch im Hintergrund an der Gesamtstrategie arbeiten wollte, soll das Heft des Handelns beim auch wirtschaftlich angeschlagenen FSV in die Hand nehmen. Das hat er mit Blick auf Schmidt rasch getan. Den Schweizer kennt Heidel gut: Schließlich war der 53-Jährige bei seinem Abschied aus Mainz noch FSV-Trainer.

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