Hat Jan-Moritz Lichte am Samstag nach dem 0:1 gegen Bremen sein letztes Interview als Mainzer Trainer nach einem Bundesliga-Spiel gegeben? FOTO: DPA
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Hat Jan-Moritz Lichte am Samstag nach dem 0:1 gegen Bremen sein letztes Interview als Mainzer Trainer nach einem Bundesliga-Spiel gegeben? FOTO: DPA

Lichte vor dem Aus

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(sid). Eine Trainerentlassung am Heiligabend? Beim krisengeplagten Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 ein durchaus mögliches Szenario. Während andere freudig Geschenke auspacken, könnte Jan-Moritz Lichte unterm Weihnachtsbaum seine Kündigung finden. Laut eines Berichts der "Bild" sei eine Trennung vom Cheftrainer bereits beschlossene Sache, auch wenn der noch hingehalten werde.

Denn im DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum am Mittwoch (20.45 Uhr) soll Lichte noch auf der Bank sitzen, so das Blatt, erst danach werde die Trennung vollzogen - schöne Bescherung. Der Verein wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern.

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann kündigte in der "Bild" schon mal an, dass nach der Zweitrundenpartie "alles auf den Tisch" komme. Dann "wird es klare Entscheidungen geben - so kann es sicher nicht weitergehen. Wir werden nicht tatenlos zuschauen, sondern versuchen, noch einmal alles für den Ligaverbleib zu mobilisieren! Das kann auch einschneidende Maßnahmen bedeuten", sagte der 57-Jährige. Es herrscht Alarmstufe Rot am Bruchweg. Die Rheinhessen taumeln dem Abgrund entgegen, am Sonntag trafen sich die Verantwortlichen deshalb zu einer Krisensitzung. Als Folge wird Lichte wohl seinen Stuhl räumen müssen. Entweder rückt der einstige Co-Trainer zurück ins zweite Glied oder er verlässt den Verein komplett - und dies könnte nicht die einzige personelle Rochade sein.

Auch der Job von Sportvorstand Rouven Schröder soll zur Disposition stehen. Der Kader blieb bislang den Nachweis seiner Bundesligatauglichkeit schuldig - und dafür ist der 45-Jährige hauptverantwortlich. Wie schon so häufig geistert der Name Christian Heidel am Bruchweg umher. Der einstige Erfolgsmanager als Nachfolger von Schröder wäre für viele 05-Anhänger ein Traumszenario. Doch egal mit welchem Personal an der Spitze, die Mission Klassenerhalt ist bereits eine Mammutaufgabe. Die Rheinhessen liegen mit nur sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Trainerwechsel von Achim Beierlorzer hin zu seinem vorherigen Assistenten Lichte nach dem zweiten Spieltag verpuffte komplett.

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