Nach Platz fünf am Samstag fädelt Linus Straßer tags darauf ein und scheidet vorzeitig aus.		FOTO: AFP
+
Nach Platz fünf am Samstag fädelt Linus Straßer tags darauf ein und scheidet vorzeitig aus. FOTO: AFP

Licht und Schatten

  • vonSID
    schließen

(sid). Nach dem jähen Ende eines verschneiten Wochenendes blickte Linus Straßer ein wenig unglücklich drein. Klar, sagte er, es sei »immer ärgerlich«, wenn man ausscheide, aber: »Das ist Teil des Spiels.« Einen Tag, nachdem er seinen Aufstieg an die Weltspitze mit einem fünften Rang beim ersten von zwei Slaloms im österreichischen Flachau bestätigt hatte, musste Straßer einen kleinen Dämpfer hinnehmen: eingefädelt an einer Torstange, Ausfall.

»Einfädeln«, sagte Straßer, »kannst du immer«. Erst recht, wenn man mehr riskiert als am Tag zuvor. »Ich habe versucht, mehr Gas zu geben«, erklärte der 28 Jahre alte Münchner, der nach seinem Sieg in Zagreb und dem zweiten Rang in Adelboden am Samstag zum ersten Mal in die erste Startgruppe der besten sieben Slalom-Fahrer vorgerückt war. Doch weil er am Sonntag mehr wagte, stimmte sein Timing nicht mehr - und schon war’s nach gut 32 Fahrsekunden passiert.

Weil auch keiner von Straßers Mannschaftskollegen das Finale erreichte, blieben die deutschen Slalom-Fahrer erstmals seit dem Rennen in Schladming vor neun Jahren ohne Weltcuppunkte. Schladming ist am 26. Januar auch der Schauplatz des letzten Slaloms vor der WM in Cortina d’Ampezzo (8. bis 21. Februar). Bis dahin, sagte Straßer, habe er jetzt »ein bisschen Luft«, er wolle »gut trainieren« und ein wenig »ausruhen, und dann greife ich wieder an«.

Wie gut Straßer derzeit fährt, hatte er am Samstag bewiesen. »Das ist sicher nicht mein favorisierter Hang, aber ich habe das angenommen«, sagte er. Leider habe er gleich zu Beginn einen »Riesen-Bock geschossen«, und »danach war es nur noch Harakiri. Deshalb bin ich über den fünften Platz megahappy«. Am Sonntag, ergänzte er, wolle er »eine Schippe« drauflegen. Der Versuch ging schief, doch das werde Straßer gewiss nicht umwerfen, sagte auch ARD-Experte Felix Neureuther.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare