Formel 1

Letzter: Aber Schumacher strahlt trotzdem

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(sid). Letzter. Über drei Sekunden Rückstand auf die Spitze. Doch Mick Schumacher war trotzdem "sehr happy". Denn für den Formel-1-Rookie mit dem so bekannten Namen stand bei den letzten Testfahrten des Jahres in Abu Dhabi nicht die Zeitenjagd auf dem Programm. Der neue Haas-Pilot sollte vor allem: Lernen. Lernen. Lernen.

"Ich denke, wir haben unser Ziel erreicht", sagte Schumacher nach dem sogenannten Young Driver Test, bei dem der 21-Jährige 125 Runden abspulte und so wichtige Informationen über sein neues Auto erhielt: "Das ist beim Testen keine Selbstverständlichkeit. Wir haben uns vorgenommen viele Runden zu drehen, wertvolle Runden, und das war sehr positiv." Am Ende sammelte Schumacher 694,25 Kilometer ein, die ihm im nächsten Jahr bei seinem Aufstieg in die Königsklasse helfen sollen. "Der Fokus lag darauf, die Reifen besser zu verstehen. Dafür waren die langen Runs sehr gut", sagte der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher: "Jetzt habe ich ein gutes Wissen, auf das ich aufbauen kann - auch wenn die Reifen nächstes Jahr ein bisschen anders sein werden."

Dass der Formel-2-Champion auf dem Yas Marina Circuit mit seinen 1:39,947 Minuten gut 3,6 Sekunden langsamer war als Ex-Weltmeister Fernando Alonso (Renault), kümmerte hinterher auch Haas-Technikchef Ayao Komatsu nicht weiter. "Der Schwerpunkt lag darauf, dass Mick das Auto versteht und damit anzufangen, mit der Balance zu spielen, um das Beste aus Mick herauszuholen", sagte der Japaner.

Auch wenn die Formel 2 als perfekte Vorbereitung auf die Formel 1 gilt, so sind die Unterschiede bei den Autos gewaltig. Schumachers neuer Bolide besitzt rund 300 PS mehr, auch das Handling ist ganz anders - da zählt in der Vorbereitung auf den Ernstfall jeder Testkilometer. Zudem spielen die empfindlichen Einheitsreifen auf der ganz großen Bühne eine enorme Rolle.

Deshalb sollte Schumacher Erfahrungen beim "Haushalten" mit den Pneus machen. In Abu Dhabi wurde bei den Tests in den Sonnenuntergang hineingefahren. Komatsu zog ein positives Fazit, Schumacher habe seine Mission erfüllt und "viele Änderungen" am Auto selbst angeregt und die "Werkzeuge verwendet, die ihm zur Verfügung standen".

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