Maximilian Kleber beim vorerst letzten NBA-Spiel in Aktion, der deutsche Basketballer in Diensten der Mavericks sitzt momentan in seiner Wohnung in Dallas fest. FOTO: DPA
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Maximilian Kleber beim vorerst letzten NBA-Spiel in Aktion, der deutsche Basketballer in Diensten der Mavericks sitzt momentan in seiner Wohnung in Dallas fest. FOTO: DPA

Lesen, TV-Shows, Musik

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Maxi Kleber hat das vorerst letzte NBA-Spiel auf dem Parkett miterlebt. Wann nach dem Sieg der Mavericks gegen die Nuggets wieder gespielt wird, ist offen. Im Interview berichtet Kleber vom Versuch, sich daheim fit zu halten - und was er über Gruppen denkt.

Die NBA war die erste der großen US-Ligen, die auf die Coronavirus-Pandemie mit einer kompletten Unterbrechung reagiert hat. Als die Entscheidung fiel, war die Partie der Dallas Mavericks gegen die Denver Nuggets schon im dritten Viertel. Das 113:97 ist bislang die letzte gespielte NBA-Begegnung der Saison.

Auf dem Feld stand auch der deutsche Nationalspieler Maximilian Kleber. Der Würzburger berichtet im Interview der Deutschen Presse-Agentur über seine Situation in den USA.

Wo sind Sie derzeit und wie geht es Ihnen?

Ich bin gerade in Dallas in meiner Wohnung. Ist natürlich eine blöde Situation, Ausnahmezustand überall. Persönlich geht es mir ganz gut.

Wie wirkt die Situation auf Sie?

Es ist schon seltsam alles. Die ganze Saison ist abgesagt - man hätte sich nie vorstellen können, dass so was mal passiert. Nach und nach macht hier alles zu, du kannst und sollst nicht mehr wirklich rausgehen. Das hat, so glaube ich, noch nie jemand erlebt."

Würden Sie gerne nach Hause nach Deutschland?

Nach Hause fliegen ist bis jetzt noch keine Option, nur die Spieler mit einer Heimatstadt in Nordamerika dürfen das. Es kann sein, dass sich das noch ändert. Natürlich wäre es schön, wenn ich heimgehen könnte und meine Familie und Freunde sehen. Aber du hast ja wirklich keine Option, rauszugehen und was zu machen. Wir telefonieren jeden Tag. Ob ich jetzt hier daheim rumhocke oder dann in Deutschland, macht eigentlich fast keinen Unterschied. Aber mit der Familie wäre das noch mal was anderes.

Wie vertreiben Sie sich die Zeit?

TV-Shows, Lesen, Musik - solche Sachen. Auch Kochen. Ich habe leider kein Gym zu Hause. Das ist leider etwas schwer deswegen, seit Montag ist alles zu. Man muss sich also daheim fit halten, was nicht ganz so leicht ist, weil die Voraussetzungen nicht ganz so gut sind.

Wie machen Sie das dann?

Viele Körpergewichtsübungen, Sit-ups, Liegestütze. Ich habe ein bisschen Platz, um gewisse Sprungübungen zu machen, was auch ganz wichtig ist, um Gelenke und Bänder und alles weiterhin fit zu halten."

Was ist Ihr letzter Stand, wie lange pausiert die NBA?

Der letzte Stand war 30 Tage auf jeden Fall dicht und das wird sich wohl verlängern. Von der Gesundheitsorganisation gab es ja schon die Acht-Wochen-Regel. Genauere Infos gibt es bislang noch nicht.

Was besorgt Sie gerade am meisten?

Am Anfang haben viele, da muss ich mich auch dazuzählen, nicht gedacht, dass es so groß und schlimm wird. Nun ist es viel schlimmer, als man erwartet hat. Wie schnell es sich ausbreitet und wie gefährlich es ist und was es mit allen anderen macht. Manchmal sieht man trotzdem noch Fotos, wie Leute rausgehen in großen Gruppen - also genau das machen, was man eigentlich verhindern sollte. Das finde ich fahrlässig. Es geht nicht um einen selbst, dass man Spaß hat oder sonst irgendwas macht, sondern um die Gesundheit von vielen Menschen. Da finde ich es fahrlässig, wenn man sich nicht an die Regeln hält und es so etwas braucht wie Ausgangssperren.

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