Leipzig gegen Liverpool in Budapest?

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(sid). Jürgen Klopp machte sich für eine Ausnahme von der knallharten Einreisesperre stark, als in Leipzig schon über einen Plan B wie Budapest spekuliert wurde. »Ja, es gibt eine neue Art des Virus, aber wir sind in einer Blase und könnten in Leipzig spielen, ohne das Virus zu verbreiten«, sagte Klopp am Freitag. Sein Werben wird kaum etwas daran ändern, dass sein FC Liverpool nicht für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League zu RB Leipzig reisen darf.

Eine Alternative muss her.

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff arbeitet im Hintergrund an einer Lösung des Problems, das die Einreisesperre des Bundesregierung für Personen aus Corona-Mutationsgebieten kreiert hatte.

Wie das Portal Sportbuzzer berichtete, sollen die Bemühungen derzeit in Richtung einer Austragung der für den 16. Februar angesetzten Partie in der ungarischen Hauptstadt Budapest laufen. Durch eine solche Verlegung hielte Leipzig die Frist der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ein, bis kommenden Montag eine Alternative zu präsentieren. Sollte dies dem Klub nicht gelingen, droht eine 0:3-Niederlage am grünen Tisch.

Andere Optionen für RB wären beispielsweise eine zeitliche Verschiebung in die Wochen nach Ablauf der Einreisesperre oder gar ein Tausch des Heimrechts mit Liverpool, das am 10. März das Rückspiel ausrichten soll. Dies wäre ein Nachteil für das Klopp-Team.

Da die Mutation auf der Insel weiter um sich greift, dürften auch andere Klubs mit den Auswirkungen zu kämpfen haben. Am 24. Februar soll Borussia Mönchengladbach den englischen Tabellenführer Manchester City zum Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League empfangen. Sollte die Regierung die Einreisesperre verlängern, hätte Gladbach wohl das gleiche Problem wie Leipzig. »Stand jetzt können wir nicht im Borussia-Park spielen, sondern müssen uns einen Ausweichort suchen. Wir haben beim FC Midtjylland in Dänemark, aber auch bei anderen Klubs angefragt«, sagte Sportdirektor Max Eberl.

Die TSG 1899 Hoffenheim kann ihr Europa-League-Hinspiel bei Molde FK nicht in Norwegen austragen. »Das Spiel wird dort nicht stattfinden«, bestätigte TSG-Sprecher Holger Kliem. »Im Moment laufen die Verhandlungen für einen Ausweichspielort, das sollte bis Montag geklärt sein.«

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