Schalker Spuckattacke

Lama Kabak

  • vonred Redaktion
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(tim). Zu später Stunde am Samstag meldete sich Ozan Kabak via Twitter zu Wort: "Ich möchte mich bei Ludwig Augustinsson entschuldigen. Es war keine Absicht, die Sicht von außen täuscht. Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist." Soso, die Sicht hat also getäuscht. Dabei zeigen die Kameras eindeutig, dass das Spucken des Schalker Innenverteidigers auf den sich am Boden wälzenden Bremer absichtlich war, da er genau gesehen hat, wohin er spuckt.

Es mag sein, dass es eine Kurzschlussreaktion gewesen ist, die verspätete Entschuldigung ist aber nichts anderes als eine Schutzbehauptung, weil er von den TV-Bildern ertappt wurde. Sonst hätte er sich nach seinem "versehentlichen" Spucktreffer sofort beim Schweden entschuldigt. Dem türkischen Internationalen blüht nun eine Untersuchung durch den DFB-Kontrollausschuss und eine längere Sperre, weil Schiedsrichter und Videoassistent die Spuckattacke entgangen war. Der 20-Jährige steht sinnbildlich für die Disziplinlosigkeit und Unbeholfenheit in der Schalker Mannschaft. Schon beim 0:8-Desaster in München verursachte Kabak einen Elfmeter, beim 1:3 gegen Bremen folgte der nächste. Zudem sah er in der 87. Minute für ein tölpelhaftes taktisches Foul an der Mittellinie Gelb-Rot. Das nächste Spiel verpasst er also auf jeden Fall. Es wäre gut, wenn noch einige dazukommen würden.

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