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Labbadia vor dem Aus?

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Trainer Bruno Labbadia bei der 0:3-Niederlage in Berlin im Gespräch mit Genki Haraguchi. © Imago Sportfotodienst GmbH

(sid). Warm eingepackt und mit starrer Miene schlenderte Bruno Labbadia am Sonntagmorgen auf den Stuttgarter Trainingsplatz. Überraschend leitete der 57-Jährige die Einheit der Ersatzspieler an der Mercedesstraße, Gerüchten und Medienberichten über seine Entlassung beim Bundesliga-Schlusslicht zum Trotz. Im Hintergrund tagte die Führung des VfB und ließ sich Zeit - obwohl Labbadias Rettungsmission bei den Schwaben nach der 0:

3 (0:0)-Pleite bei Union Berlin nach nur knapp vier Monaten gescheitert zu sein scheint. Eine endgültige Entscheidung könnte es am Montag geben.

Wenige Stunden nach Abpfiff am Samstag hatte die »Bild« die Trennung bereits als perfekt gemeldet. Bestätigen wollte Sportdirektor Fabian Wohlgemuth dies nicht, wobei er jedoch auch ein klares Bekenntnis zu Labbadia vermied. »Aus dem Frust und der Emotion heraus zu Personalfragen nach dem Spiel Stellung zu nehmen, macht überhaupt keinen Sinn«, sagte Wohlgemuth. Seine Worte ließen aber reichlich Interpretationsspielraum.

Am Sonntag wurden die Dinge »in Ruhe« besprochen. Wohlgemuth sagte jedoch auch: »Wir werden nicht untätig sein und beim Untergang zuschauen.« Steht ein Verein am 26. Spieltag mit 20 Punkten am Tabellenende, ziehen solche Äußerungen häufig einen Trainerwechsel nach sich.

Ob Labbadia im Viertelfinale des DFB-Pokals am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg noch auf der Bank sitzen werde, ließ Wohlgemuth folglich offen. Nur so viel: »Wir gehen mit Fakten an die Öffentlichkeit.« Die Fakten sprechen jedoch gegen Labbadia. Gerade einmal ein Sieg sprang aus den elf Ligaspielen heraus, seitdem er am 5. Dezember die Mannschaft übernommen hatte.

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