Kurioser Modus

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(sid). Am Freitag geht es auch bei den Fußballerinnen los: In San Sebastian und Bilbao wird das Finalturnier der Champions League der Frauen unter einem strikten Hygienekonzept ausgespielt. Acht Klubs kämpfen in Spanien im K.-o.-Modus ab dem Viertelfinale um den Henkelpott. Aufgrund der Corona-Pandemie sind keine Fans in den Stadien. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Turnier.

?Wann wird in Spanien gespielt?

Das Turnier beginnt am Freitag (18 Uhr) mit den Viertelfinal-Duellen zwischen dem deutschen Doublegewinner VfL Wolfsburg und Außenseiter Glasgow City sowie dem spanischen Kräftemessen zwischen Atletico Madrid und dem FC Barcelona. Am folgenden Tag (20 Uhr) fordert Bayern München analog zu den männlichen Kollegen Olym- pique Lyon heraus, parallel spielt der FC Arsenal gegen Paris St. Germain. Die Halbfinale werden am 25./26. August ausgetragen, das Endspiel steigt am 30. August.

?Wie stehen die deutschen Chancen?

Der zweimalige Titelträger Wolfsburg (2013 und 2014) hat den vermeintlich leichteren Weg ins Finale (Halbfinale gegen Atletico/Barcelona). Bayerns schwierige Auftakthürde Lyon könnte den Triple-Jägerinnen erst als Endgegner begegnen. Und auch bei der internationalen Konkurrenz mischen DFB-Spielerinnen mit: Beim Starensemble von Seriensieger und Titelverteidiger "OL" zieht Dzsenifer Marozsan die Fäden, Turid Knaak schloss sich jüngst Atletico an, Sara Däbritz läuft für PSG auf, und Leonie Maier verteidigt beim FC Arsenal.

?Wo werden die Begegnungen übertragen?

Sport1 zeigt die Viertel- und Halbfinalspiele des Bundesliga-Duos live. Welcher Sender ggf. das Endspiel bei deutscher Beteiligung ausstrahlt, ist noch offen.

?Gibt es abseits vom Modus Besonderheiten?

Ja. Anders als beim Männer-Turnier durften die Klubs wegen der Corona-Auswirkungen im begrenzten Umfang auch Sommer-Neuzugänge nominieren. Sechs neue Spielerinnen dürfen jeweils im Kader sein, maximal drei von ihnen dürfen in dieser Saison der Königsklasse schon für einen anderen Viertelfinalisten aufgelaufen sein. Das führt zu kuriosen Konstellationen: So könnte die isländische Mittelfeldspielerin Sara Gunnarsdottir nach ihrem Wechsel von Wolfsburg zu Lyon theoretisch im Finale gegen das Team spielen, mit dem sie ins Viertelfinale eingezogen war. Zudem sind beim Turnier wie bei den Männern fünf Auswechslungen erlaubt.

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