Bundesliga am Dienstag

Krisenduell in Berlin

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(sid). Bruno Labbadia und Sebastian Hoeneß teilen das gleiche Leid und müssen sich doch mit aller Macht bekämpfen. Denn wer von beiden das Krisenduell der Bundesliga verliert, könnte arg unter Druck geraten. Sowohl Labbadias einstige Europapokal-Aspiranten von Hertha BSC als auch die TSG Hoffenheim um den angeschlagenen Trainer-Neuling Hoeneß schlittern rasant in Richtung Abstiegsränge. Nur ein Sieg im Aufeinandertreffen am heutigen Dienstag (20.30 Uhr/Sky) würde die Rutschpartie Richtung Tabellenkeller vorerst abbremsen.

»Das ist ganz sicherlich ein Spiel von zwei Mannschaften, die unbedingt gewinnen möchten«, sagte Herthas Manager Michael Preetz am Montag. In der Vorwoche hatte er seinem Coach noch den Rücken gestärkt. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Partien steht Labbadia aber durchaus unter Zugzwang. Zu Saisonbeginn waren nach der Millionen-Spritze von Investor Lars Windhorst die Europacup-Ränge das Ziel gewesen - und plötzlich stehen die Berliner mit nur 17 Punkten auf Tabellenplatz 13.

»Ich glaube, wir werden keinen finden, der von Zufriedenheit spricht«, sagte Preetz: »Wir sind mit der Punktausbeute nicht zufrieden.« Geht es nach Labbadia, soll Europa schnellstens raus aus den Köpfen, um sich auf den brettharten Kampf um den Klassenerhalt zu konzentrieren. »Erst mal tun wir gut daran, die Situation anzunehmen, die wir haben«, sagte der 54-Jährige. Aber auch er gab zu, man habe sich »mehr erhofft«.

Die sportliche Lage in Hoffenheim unterscheidet sich von der in Berlin kaum. Wie die Hertha hat die ersatzgeschwächte TSG zuletzt nur einmal in sechs Spielen gewonnen. Wie die Labbadia-Elf, die beim 1. FC Köln auch hätte gewinnen können, spielten auch die Kraichgauer gegen Arminia Bielefeld am Wochenende 0:0. Da Cheftrainer Hoeneß mit Hoffenheim noch einen Punkt und einen Rang hinter Hertha liegt, gab es zuletzt immer wieder Fragen hinsichtlich einer möglichen Ablösung des 38-Jährigen.

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