Leon Goretzka

Mit Kraft und Power

  • vonred Redaktion
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"Ein Superspiel von Goretzka, ein Klassespiel, wirklich" - Joachim Löw kriegte sich gar nicht mehr ein, als er über den Mann sprach, der "ein extremer Aktivposten" war und beim 3:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Ukraine zwei Tore vorbereitete. Das erste mit Spielmacher-Pass (Sané, 1:1), das zweite mit einer scharfen Flanke auf den Kopf von Timo Werner, der staunte: "Wie er den Ball runterholt, war sehr gut - mein Tor dann einfach."

Dem Bundestrainer ist die Bewunderung unter Hanteltraining-Freunden anzumerken, wenn er sagt: "Man merkt Leon die Kraft und die Power an." Mit der sieht er ihn auch in Zukunft "im Zentrum des Spiels, wo er Zweikämpfe gewinnt und seinen Körper einsetzt". Das war nicht immer so. Man erinnere sich: Im WM-Desasterspiel 2018 gegen Südkorea hatte er den Münchner auf Rechtsaußen gestellt. Nun das Versprechen von Löw: "Es ist nicht angedacht, ihn auf der Außenbahn einzusetzen."

Goretzka wird also auf seiner angestammten Position mit der erste Startelf-Kandidat sein, obwohl das Angebot umfassend ist: Toni Kroos, Ilkay Gündogan, der aufstrebende Florian Neuhaus - und Joshua Kimmich, mit dem im März wieder zu rechnen sein wird. "Wir planen mit Jo im Mittelfeld", stellt Löw klar. Als rechten Verteidiger wie in den ersten Jahren beim DFB will er Kimmich nicht mehr verwenden. "Da haben wir auch Klostermann, Kehrer, Henrichs", zählt der Bundestrainer auf. Und auf der anderen Seite Philipp Max, Entdeckung der Woche. Löw: "Er hat die Lücke hinten links geschlossen."

GÜNTER KLEIN

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