Dennis Schröder hat das Trikot der Oklahoma City Thunder bereits ausgezogen und wird bei seiner Rückkehr in die USA das der Los Angeles Lakers überstreifen. FOTO: DPA
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Dennis Schröder hat das Trikot der Oklahoma City Thunder bereits ausgezogen und wird bei seiner Rückkehr in die USA das der Los Angeles Lakers überstreifen. FOTO: DPA

Kopfkino, dann Hollywood

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(sid). Eine Stadt mit Palmen, davon hat Dennis Schröder geträumt, als es um mögliche Wechselziele ging. "Eigentlich wollten wir ja in den Osten der USA", sagt der NBA-Profi, jetzt ist es Los Angeles geworden, Westküste also - und doch eine glückliche Fügung. Seit einer Woche steht fest, dass es zu den Lakers um LeBron James geht, Schröder hatte den Superstar schon am Telefon.

"Er hat sich direkt nach dem Trade gemeldet", sagte der 27-Jährige der "Bild", der derzeit beste Basketballer der Welt habe ihn mit den Worten "dieses Jahr wird ein gutes Jahr" auf die in gut vier Wochen beginnende neue Saison eingestimmt: "Bron meinte, dass meine Art des Spiels perfekt zu den Lakers passen würde. Wir sind in Kontakt."

Noch ist Schröder auf Heimaturlaub in Braunschweig, bald geht es zurück in die USA, für den deutschen Nationalspieler, seine Frau Ellen und die beiden kleinen Kinder steht ein Umzug an. Von Oklahoma City müssen alle Sachen nach Kalifornien, der Lakers-Neuzugang ist happy, auch wenn er zuvor einen Wechsel nach L.A. abgelehnt hatte.

"Es ist eine große Ehre, für den aktuell besten Klub der Welt zu spielen, und für einen Basketballer einfach die größte Plattform, die man weltweit bekommen kann", so Schröder. Die Nachricht vom Deal habe so einiges ausgelöst: "Meine Frau und ein Freund waren bei mir, als ich den entscheidenden Anruf bekam. Ich bekam danach erst einmal Kopfkino." Die Lakers und Lokalrivale L.A. Clippers hatten bei Schröder schon in der vergangenen Saison angefragt, "zu dem Zeitpunkt wollte ich in Oklahoma bleiben, weil die Fanbase, Organisation, Teammates die besten waren für mich zu der Zeit", erklärte Schröder bei Sky.

Mittlerweile sieht es anders aus: "Ich freue mich natürlich, dass ich da bin. Wer sich da nicht freuen würde, das wäre schon ein bisschen unmenschlich."

Schröder hat seine beste Saison hinter sich. Der Aufbauspieler kam im Schnitt auf 18,9 Punkte, 3,6 Rebounds und 4,0 Assists. Das Geheimnis? "Mein Spiel ist ruhiger geworden", so Schröder, "und das hängt zum Beispiel damit zusammen, wie ich mich ernähre." Heute hat er einen eigenen Koch, isst weniger Fleisch, dafür mehr Salat.

Seine Hauptaufgabe in L.A. wird es sein, Schlüsselspieler James zu entlasten, der ihn bei Instagram als "Hund, der immer volle Pulle geht", begrüßte. "Bei LeBron habe ich ja gesehen, dass er jemanden braucht, der den Ball nach vorne bringt", sagte Schröder. Er glaube, dass er dem viermaligen Champion "viel Arbeit abnehmen" könne.

Die Lakers hatten im Oktober ihren ersten Titel seit zehn Jahren geholt, da ist das Ziel für 2020/21 klar. An mögliche Feierlichkeiten denkt Schröder (noch) nicht.

"Also, wenn man so rangeht, weiß ich nicht, ob man die Meisterschaft gewinnen kann", sagte der Point Guard: "Ich denke von Spiel zu Spiel, aber falls der Tag kommt, dann werden wir natürlich feiern."

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