Alexander Koke hinterlässt einen klasse Eindruck als Trainer der deutschen Handballerinnen. FOTO: AFP
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Alexander Koke hinterlässt einen klasse Eindruck als Trainer der deutschen Handballerinnen. FOTO: AFP

Kompetenter Kurzzeitchef

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Gleich in seinem ersten Spiel schaffte es Co-Trainer Alexander Koke mit den DHB-Frauen in die "Tagesschau". Am Samstag gegen Rekord-Europa-meister Norwegen könnte sein "Chef" Henk Groener wieder dabei sein.

Chefcoach im Anflug, "Energieschub" vor dem Kracher gegen Norwegen: Nach dem geglückten EM-Start erreichte die deutschen Handball-Frauen am späten Freitagnachmittag die nächste positive Nachricht. Henk Groener wurde nach seiner Corona-Erkrankung erstmals negativ getestet und könnte im zweiten deutschen Vorrundenspiel gegen den Turnier-Topfavoriten am Samstag (18.15 Uhr/sportdeutschland.tv) bereits wieder an der Seitenlinie stehen.

"Das wird noch mal einen Energieschub geben, wenn Henk zurückkommt", sagte Co-Trainer Alexander Koke. Er hatte Groener bislang vertreten - und am Donnerstag gegen Rumänien (22:19) zum perfekten Auftakt geführt, der auf Interesse auf der ganz großen medialen Bühne stieß. Die "Tagesschau" berichtete am Donnerstagabend ausführlich. "Für den Frauenhandball ist diese Aufmerksamkeit natürlich toll. Das ist richtig schön", sagte Koke.

Gegen Rekord-Europameister Norwegen will das deutsche Team nun die Hauptrunde klarmachen - und das womöglich mit Rückkehrer Groener. Ob er schon gegen die Skandinavierinnen wieder dabei ist, hängt von einem weiteren Testergebnis nach der Einreise des Coaches in Dänemark ab.

So hatte am Mittwoch zunächst noch Koke das Sagen. "Wenn wir weiter mit Mut auftreten, haben wir die Möglichkeit, für eine Überraschung zu sorgen", sagte Koke am Freitag. Norwegen, das zum Auftakt Polen mit 35:2 deklassiert hatte, spiele einen "fantastischen Tempo-Handball". Auch deswegen warnte Kapitänin Kim Naidzinavicius: "Über die Stärke und Kraft Norwegens müssen wir wenig reden. Wenn wir eine gute Abwehr stellen, werden wir aber eine Chance haben."

Nach turbulenten Tagen ohne Groener und mit den Corona-Sorgen vor dem Rumänien-Spiel herrschte am Freitag eine gelöste Stimmung im deutschen Lager. Koke lobte seine Mannschaft für den "fokussierten" und "leidenschaftlichen" Turnierbeginn gegen den EM-Vierten und gab sich für den weiteren Verlauf "positiv gestimmt. Wir können ganz befreit in das Norwegen-Spiel gehen."

Befreit wirkt dieser Tage vor allem Koke, dem DHB-Präsident Andreas Michelmann den "Tagesschau"-Bericht kurz nach dem Spiel im Teambus zeigte. Durch die Covid-19-Erkrankung Groeners war der 41-Jährige, den vor dem Turnier höchstens Insider kannten, praktisch über Nacht in die Chefrolle geschlüpft - und machte seinen Job richtig gut. Abgeklärt im Coaching, souverän in der Ansprache, frisch und unaufgeregt in der Analyse. "Er trägt viel zu unserer Leistung bei, er ist ein sehr positiver Mensch", lobte Naidzinavicius den bisher "großartigen Job" des Co-Trainers. "Ich lerne extrem viel hier", sagt der frühere Bundesliga-Spieler bescheiden. Nun tritt er schon bald wieder in die zweite Reihe.

Heute wollen die DHB-Frauen die nächsten Schlagzeilen produzieren - und das wohl mit dem Duo Henk Groener und Co-Trainer Alexander Koke.

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