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Überwältigt vom ersten Sieg in der Formel 1: Alpine-Pilot Esteban Ocon.

Königsklasse statt McDonald’s

(sid). Beinahe wäre Esteban Ocon bei McDonald’s gelandet. Als Kassierer, hinter dem Tresen. »Ich war sehr nahe dran, dort zu arbeiten«, erzählte er einmal dem »Blick«. Der 24-Jährige hat dann aber doch sein Hobby zum Beruf gemacht, und am Sonntag ist Ocon beim Chaosrennen in Ungarn sogar ganz oben angekommen.

Da gratulierte selbst Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. »Was für ein erster Sieg in der Formel 1«, schrieb er auf Twitter, und Ocon bedankte sich artig via Instagram: »Merci beaucoup, president.«

»Ocon unter den ganz Großen«, titelte in seiner Heimat die Tageszeitung »L’Equipe«, nachdem er im Alpine-Renault auf das Siegerpodest am Hungaroring gefahren war - da stand er dann zwischen Rekordchampion Lewis Hamilton und Ex-Weltmeister Sebastian Vettel.

Ocon war völlig überwältigt, sprach von einem »riesigen Moment in meiner Karriere«. Nach dem Rennen ließ er sich im klimatisierten Pressekonferenz-Raum erleichtert in den Stuhl fallen und streckte beide Arme in die Höhe. Der ehemalige Mercedes-Junior behielt im anfänglichen Regenchaos am Hungaroring einen kühlen Kopf, von Startposition acht war er der größte Profiteur vom Massencrash in der ersten Kurve.

Später wehrte Ocon in Führung liegend alle Angriffe von Vettel im Aston Martin ab, ein paar Sekunden dahinter hielt Teamkollege Fernando Alonso den heranstürmenden Hamilton im Mercedes auf. »Er ist einfach ein Löwe, er ist eine Legende und einfach riesig«, sagte er mit einem breiten Grinsen über den Spanier bei Sky.

Dass Ocon überhaupt in der Formel 1 fahren kann, verdankt er auch seinen Eltern. Diese verkauften einst ihr Haus, um dem Sohnemann eine Motorsport-Karriere zu ermöglichen. Im Wohnwagen fuhr die Familie zu den Rennen quer durch Europa - und spätestens jetzt hat sich all das ausgezahlt.

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