Champions League

Die Königlichen am Abgrund

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(sid). Angeschlagen schleppte sich Zinedine Zidane für eine seiner womöglich letzten Durchhalteparolen vor die Kameras. "Ich werde nicht zurücktreten, ganz und gar nicht", murmelte der Trainer von Real Madrid ins Mikrofon, "wir müssen diese Situation durchstehen." Ob mit oder ohne Zidane scheint nach der nächsten Blamage in der Fußball-Königsklasse dennoch offener denn je.

Denn dem Rekordgewinner droht erstmals in der Vereinsgeschichte der K. o. in der Champions-League-Gruppenphase - die Königlichen blicken nach dem 0:2 (0:0) bei Schachtjor Donezk in den Abgrund. Das Team um Nationalspieler Toni Kroos darf auf keinen Fall am Mittwoch (21 Uhr/Sky) gegen Mönchengladbach verlieren. Es wird zur "Feuerprobe" (Marca) für Real, selbst ein Unentschieden könnte das Aus bedeuten - auch für Zidane. Der 48-Jährige, der stets mit Charme und Temperament auftrat, hat sein Lächeln verloren. Die Leichtigkeit, mit der er drei Champions-League-Titel als Real-Coach gewann? Längst verflogen. Zidane ist trotz der Meisterschaft in der Vorsaison nicht der Heilsbringer, den die Klubführung bei der Rückkehr 2019 erwartet hatte. In spanischen Medien wird bereits spekuliert, dass Zidane selbst ein Weiterkommen nicht reichen könnte. Denn auch in der Liga enttäuscht der seit über einem Monat sieglose Meister.

Bei der Analyse steht allerdings auch die Personalplanung des Klubs im Fokus: Den Verlust von Superstar Cristiano Ronaldo konnte Real noch immer nicht kompensieren.

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