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Emotionen nach dem Sieg im Champions-League-Finale bei Liverpools Trainer Jürgen Klopp (r.) und seinem Spieler Jordan Henderson.

Klopp vor der Krönung

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(sid). Deutschlands Bester ist er schon, nun winkt Jürgen Klopp auch die ultimative Krönung: Der Teammanager vom Champions-League-Sieger FC Liverpool steht auf der Kandidatenliste für die Wahl zum Welttrainer - und ist dank seiner herausragenden Saison mit den Reds trotz namhafter Rivalen der Favorit auf den Sieg.

Keiner der anderen neun Trainer, die sich auf der vom Fußball-Weltverband FIFA am Mittwoch veröffentlichten Shortlist befinden, glänzte in der zurückliegenden Saison mit seiner Mannschaft nämlich so sehr wie Klopp. Neben der triumphalen Rückkehr auf den europäischen Thron verpasste Liverpool nur um einen Zähler erstmals seit 1990 den Titel in der Premier League. Dank dieser beeindruckenden Erfolge war Klopp gerade erst zum dritten Mal von Deutschlands Sportjournalisten zum Trainer des Jahres gewählt worden.

"Ich weiß selbstverständlich, wem ich das zu verdanken habe: meiner Mannschaft und meinem Trainerteam", hatte der 52-Jährige hierzu gesagt: "Nur im Kollektiv lassen sich solche Erfolge erreichen." Ähnliche Worte dürfte er wählen, wenn er am 23. September in der malerischen Mailänder Scala erstmals die höchste Auszeichnung erhalten sollte.

Abstimmungsberechtigt sind bei der Wahl, die seit 2010 bei den Trainern durchgeführt wird, zu jeweils 25 Prozent die Kapitäne und Coaches aller Nationalmannschaften in der FIFA, die Fans weltweit sowie mehr als 200 Medienvertreter. Die Wahlperiode endet am 19. August, kurz danach werden die Namen der drei Finalisten veröffentlicht. Im Vorjahr hatte sich noch Frankreichs Weltmeister-Trainer Didier Deschamps durchgesetzt, in Jupp Heynckes (2013) und Bundestrainer Joachim Löw (2014) war die Ehre auch schon zwei Deutschen zuteil geworden. Großer Rivale ist wohl Star-Coach Pep Guardiola, der Manchester City als erster Teammanager zum englischen Triple aus Meisterschaft, Ligapokal und FA Cup führte.

Sollte sich Klopp durchsetzen, wäre sein Sommer perfekt verlaufen. Nach sechs verlorenen Endspielen in Serie hätten die Leute, so erzählt es Klopp, bei Foto-Anfragen schon "es tut mir so leid für Sie" gesagt. Wohl auch deshalb hat er in diesem Jahr die spielfreie Zeit besonders genossen. "Ich hatte den besten Sommer, den ich je hatte", sagte Klopp, der seit seiner Ankunft im Oktober 2015 an der legendären Anfield Road eine echte Sieger-Mannschaft geformt hat.

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