Kira Weidle rast aufs Podest

(sid). Kira Weidle rückte den klobigen Pokal mit dem gläsernen Dolomiten-Panorama ins rechte Licht, ehe sie ihre kleine Erfolgsserie erklärte. Die Silbermedaille in der Abfahrt vor zwei Wochen, berichtete die 25-Jährige, habe etwas in ihr gelöst. »Bis zur WM ging es nicht so, seit der WM läuft es irgendwie«, sagt Weidle. Entsprechend befreit raste sie in Val di Fassa beim ersten Weltcup seit ihrem größten Erfolg als Dritte in der Königsdisziplin erneut aufs »Stockerl«.

»Ich glaube, ich werde langsam meinen eigenen Erwartungen gerecht. Ich denke, ich habe WM-Silber bestätigt«, sagte Weidle. Dass es im Super-G am Sonntag nur zu Rang 24 reichte, konnte sie dabei leicht verschmerzen. Anders als Teamkollege Alexander Schmid sein Aus im zweiten Riesenslalom von Bansko/Bulgarien nach dem ordentlichen elften Rang am Vortag.

Für Weidle war es erst die dritte Podiumsplatzierung im Weltcup. 2019 in Garmisch-Partenkirchen und 2018 in Lake Louise hatte sie jeweils Platz drei belegt. Nach einem Fehler im oberen Abschnitt und einem nicht nur aus ihrer Sicht »herausragenden« Auftritt unten lag sie 0,68 Sekunden hinter Lara Gut-Behrami (Schweiz).

Auch am Sonntag wollte Weidle angreifen. Doch das chaotische Rennen mit den schweren Stürzen von Kajsa Vickhoff Lie (Norwegen/Verdacht auf Schien- und Wadenbeinbruch) und Rosina Schneeberger (Österreich/Unterschenkelbruch) zog auch ihr den Zahn. Siegerin Federica Brignone (Italien) lag stolze 2,36 Sekunden vor Weidle. Gut-Behrami sicherte sich mit Rang zwei die Super-G-Kugel.

Schmid hatte sich jeweils mit Platz sieben nach dem ersten Lauf in beiden Rennen eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Doch am Samstag fiel er um vier Ränge zurück, und am Sonntag kam er nach einem Beinahe-Sturz und mehreren Patzern gar nicht ins Ziel. Stefan Luitz belegte die Plätze 14 und 19. Die Tagessiege holten sich Filip Zubcic aus Kroatien und der französische Weltmeister Mathieu Faivre.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare