Bayerns 2:1-Siegtorschütze Joshua Kimmich (l.) lässt sich vom Passgeber Javi Martinez feiern. FOTO: DPA
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Bayerns 2:1-Siegtorschütze Joshua Kimmich (l.) lässt sich vom Passgeber Javi Martinez feiern. FOTO: DPA

Kimmichs präziser Volleyschuss

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Zwei Spiele, sechs Punkte - Titelverteidiger FC Bayern ist in der Champions League nach dem 2:1 auf Achtelfinalkurs. Gastgeber Lokomotive Moskau hätte die Münchner Siegesserie in Europas Königsklasse jedoch beinahe gestoppt.

Der Bayern-Express ist bei Lokomotive Moskau dank Anführer Joshua Kimmich zum nächsten Sieg in der Champions League getuckert. Der Fußball-Nationalspieler sorgte am Dienstagabend mit seinem technisch anspruchsvollen Volleyschuss für ein knappes 2:1 (1:0), mit dem der Titelverteidiger in der russischen Hauptstadt als Tabellenführer die Weichen für das Achtelfinale stellen konnte.

"Es war ein Arbeitssieg. Wir nehmen den so mit, auch wenn wir wissen, dass wir nicht brilliert haben", sagte Kimmich bei DAZN. "Wir müssen das Spiel früher entscheiden", kritisierte der Matchwinner.

Vor 8196 Zuschauern, die trotz hoher Corona-Zahlen in Moskau in der RZD-Arena dabei sein durften, schien die Münchner Siegesserie in Europas Königsklasse beinahe zu reißen. Beim 13. Erfolg nacheinander traf Nationalspieler Leron Goretzka in der 13. Minute mit dem Kopf.

Doch die lautstark unterstützten Gastgeber belohnten sich für ihre Gegenwehr und einen hohen läuferischen und kämpferischen Aufwand mit dem Ausgleichstor von Anton Mirantschuk (70.). "Immer kann man das nicht verteidigen", sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer nachsichtig. Seine Voderleute leisteten sich etliche Nachlässigkeiten.

"Der Sieg war verdient, auch wenn er nicht ganz so klar war, wie wir uns das vorgenommen hatten", meinte Bayern-Trainer Hansi Flick. Das positive Resultat stand aber über allem vor der direkten Rückreise des Bayern-Trosses nach München noch in der Nacht. "Wir sind zufrieden. Wir mussten viel tun für die drei Punkte", meinte Neuer.

Flick setzte wieder auf jene Elf, die zum Auftakt beim 4:0 gegen Atlético Madrid aufgetrumpft hatte. Thomas Müller wich wieder auf den rechten Flügel aus. Und der Franzose Corentin Tolisso agierte dafür zentral im offensiven Mittelfeld. Der Weltmeister, der 2017 für die damalige Münchner Rekordablöse von 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon gekommen war, wird immer wertvoller für den Triple-Champion.

Tolisso bewegte viel und öffnete das Spiel oft mit guten Diagonalbällen - wie beim 1:0. Der 26-Jährige schlug den Ball aus dem Zentrum auf den rechten Flügel. Benjamin Pavard flankte volley in den Strafraum, wo Goretzka den Ball ins kurze Eck köpfte.

Eine Kopie dieses Spielzugs hätte fast das 2:0 eingebracht. Aber die komplett französische Variante über Tolisso und Pavard endete mit einem Pfostenschuss des agilen Kingsley Coman (25.). Die Bayern-Abwehr ließ den Lok-Angreifern aber häufig zu viel Raum. Fedor Smolow hatte gleich in der dritten Minute eine Großchance, köpfte den Ball aber Neuer in die Arme. Mittelfeldspieler Daniil Kulikow sorgte mit einem Aufsetzer aus spitzem Winkel für Gefahr (41.).

Bei der ersten von vier Auswärtspartien nacheinander behielt Flick auch die Belastungsverteilung im Blick. Der 55-Jährige brachte zur Pause den aus der Corona-Isolation zurückgekehrten Serge Gnabry sowie Javi Martínez für Thomas Müller und Torschütze Goretzka. Die Bayern zeigten nicht die Effektivität im Abschluss wie in den letzten Partien. Kimmich vergab aus kurzer Entfernung auf Vorarbeit von Gnabry (56.). "Das war schon peinlich, dass ich den nicht gemacht habe", sagte er selbstkritisch. Coman zielte nach feinem Doppelpass mit Kimmich etwas zu hoch (69.). Das rächte sich: Angreifer Zé Luis bediente nach einem Lauf über den rechten Flügel Mirantschuk, der im Zentrum Neuer bei seinem Schuss keine Abwehrchance ließ.

Es sprach aber für die Klasse der Bayern, wie sie auf den Ausgleich reagierten. Und wieder einmal war es Juniorchef Kimmich, der den Sieg erzwang: Ein Zuspiel von Martínez nahm er im Zentrum an, drehte sich und traf aus 20 Metern flach und präzise in die lange Ecke.

Moskau: Guilherme - Schiwogljadow, Corluka (46. S. Rajkovic), Murilo, Rybus - Ignatjew (76. Schematdinow), Kulikow (89. Lisakowitsch), Krychowiak - Smolow (75. Rybtschinskij), An. Mirantschuk - Ze Luis / München: Neuer - Pavard, Süle, Alaba, Lucas Hernández - Kimmich, Goretzka (46. Javi Martinez) - Müller (46. Gnabry), Tolisso, Coman (69. Costa) - Lewandowski / SR: Kovács (Rumänien) / Zu.: 8196 / Tore: 0:1 Goretzka (13.), 1:1 An. Mirantschuk (70.), 1:2 Kimmich (79.) / Gelb: Schiwogljadow (1), Murilo (1), Schematdinow (1)/Lucas Hernández (1) Beste Spieler: Ze Luis/Kimmich, Coman

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