Sami Khedira steht vor einem Wechsel nach Berlin.		FOTO: AFP
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Sami Khedira steht vor einem Wechsel nach Berlin. FOTO: AFP

Khedira vor Wechsel

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(sid). Mit Rio-Weltmeister Sami Khedira als neuer Führungskraft will Hertha BSC den sportlichen Absturz in der Fußball-Bundesliga stoppen. Einen Tag nach der 1:3 (0:0)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt zum Comeback von Trainer Pal Dardai sollte der 33-jährige am Sonntag bereits den Medizin-Check in Berlin absolvieren.

»Wir sind in Gesprächen mit Sami. Ich hatte vor Kurzem ein längeres Telefonat mit ihm. Ich halte ihn für einen großartigen Leader«, sagte Carsten Schmidt, Herthas neuer Vorsitzender der Geschäftsführung, am Sonntag bei Sky90: »Wir beschäftigen uns mit ihm.«

Schmidt kündigte zudem an, dass er den Verein weiter nach vorne bringen will. »Hertha ist nicht mehr ein Ausbildungsverein, sondern ein Attackenklub«, sagte der frühere Sky-Chef und stellte klar: »Wir wollen in den Europacup und haben das auch gesagt.«

Dabei helfen könnte Khedira. Der Deal soll laut Medienberichten bereits am Montag über die Bühne gehen, um 18.00 Uhr schließt das Transferfenster. Der zentrale Mittelfeldspieler soll ablösefrei kommen und einen Vertrag bis Saisonende erhalten. Khediras Kontrakt bei Juventus Turin wäre im Sommer ausgelaufen.

Beim italienischen Rekordmeister spielte Khedira unter Trainer Andrea Pirlo zuletzt keine Rolle mehr. Mit Juve gewann der 33-Jährige fünf Meister- und drei Pokaltitel und absolvierte 145 Spiele (21 Tore). 2015 war er nach fünf Jahren bei Real Madrid nach Turin gewechselt.

Ob Khedira sportlich allerdings die erhoffte Verstärkung für die Berliner Hertha sein wird, ist zumindest fraglich. Für Juventus Turin absolvierte er sein letztes komplettes Pflichtspiel vor über 16 Monaten, am 24. September 2019, beim 2:1 gegen Brescia Calcio. Danach warfen ihn Knie-OPs und eine Adduktorenverletzung zurück. Im Februar 2019 musste er sich einer Herz-OP unterziehen.

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