Körperkontakt zwischen Augsburgs Florian Niederlechner (l.) und Wolfsburgs Maxence Lacroix. FOTO: AFP
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Körperkontakt zwischen Augsburgs Florian Niederlechner (l.) und Wolfsburgs Maxence Lacroix. FOTO: AFP

Keine Tore in Wolfsburg

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(dpa). Die verpasste Tabellenführung nahm man beim FC Augsburg gelassen hin. Noch lange nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg standen die ehemaligen Wolfsburger Daniel Caligiuri und Felix Uduokhai auf dem Rasen der Volkswagen Arena und unterhielten sich mit ihren früheren Kollegen. Zum ersten Mal in seiner Geschichte hätte der FCA am Sonntag einen Spieltag der Fußball-Bundesliga auf dem ersten Platz beenden können. Doch mit sieben Punkten nur hinter dem Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig in die Länderspiel-Pause zu gehen, ist für einen Abstiegskandidaten der vergangenen zwei Jahre immer noch ein mehr als respektabler Zwischenschritt.

Trotz mehrerer guter Möglichkeiten für beide Teams blieb es am Ende vor 4632 Zuschauern dabei: Augsburg ist neben Union Berlin der einzige aktuelle Bundesligist, der noch nie nach einem kompletten Spieltag auf Platz eins stand. Und der VfL bemühte sich zwar mit viel Elan, aber erneut vergeblich darum, seinen ersten Heimsieg in der Liga seit dem 23. Februar zu schaffen.

Bei beiden Clubs war die Vorbereitung auf dieses Spiel erheblich beeinträchtigt worden. Augsburgs Trainer Heiko Herrlich war zwei Tage zuvor mit einem Pneumothorax ins Krankenhaus eingeliefert worden. Bei diesem Krankheitsbild sammelt sich Luft in dem Raum zwischen Lunge und Brustwand. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Ich hoffe, dass er schnell wieder bei uns ist", sagte sein Assistent Iraklis Metaxas bei Sky, der ihn am Sonntag als Chefcoach vertrat.

Beim VfL fehlte nicht nur der Schweizer Nationalspieler Renato Steffen nach einem positiven Corona-Test. Die Mannschaft musste auch noch in nur kurzer Zeit ihr bitteres Scheitern in der Europa-League-Qualifikation verdauen, das sie am Donnerstagabend bei AEK Athen erst in der letzten Minute er Nachspielzeit ereilte.

"Nach dieser bitteren Niederlage hatten wir uns vorgenommen, die drei Punkte unbedingt in Wolfsburg zu behalten. Mit dem Willen, den die Mannschaft gezeigt hat, war ich absolut einverstanden", sagte Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schäfer bei Sky und fügte hinzu: "Wenn man am Boden liegt, ist es das Wichtigste, wieder aufzustehen. Wir haben die Qualität im Kader, um auch nächstes Jahr wieder international zu spielen."

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