Sebastian Vettel beendet das Rennen in Spanien auf dem siebten Rang - und liegt als Elfter der Gesamtwertung weiterhin meilenweit hinter dem amtierenden Weltmeister Lewis Hamilton und seinem Verfolger Max Verstappen. FOTO: AFP
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Sebastian Vettel beendet das Rennen in Spanien auf dem siebten Rang - und liegt als Elfter der Gesamtwertung weiterhin meilenweit hinter dem amtierenden Weltmeister Lewis Hamilton und seinem Verfolger Max Verstappen. FOTO: AFP

Keine Spur von Versöhnung

  • vonDPA
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Er kämpft. Er schimpft. Er rettet Rang sieben. Fast so etwas wie ein Erfolgs- erlebnis für Sebastian Vettel. Dennoch siegt Lewis Hamilton mit einem weiteren Formel-1-Rekord in Spanien. Dahinter: Verstappen vor Bottas.

Nach der nächsten Funkposse und einer ungeplanten Alles-oder-Nichts-Taktik wollte Sebastian Vettel nicht noch weiter gegen das Ferrari-Team giften. "Ich war ein bisschen angekratzt", erklärte Vettel, warum auch ein Teil seiner Botschaft an den Kommandostand überpiept worden war. Platz sieben rettete der viermalige Formel-1-Weltmeister am Sonntag beim Großen Preis von Spanien. Ein versöhnliches Ergebnis? "Nicht wirklich."

Auch beim sechsten Rennen der Corona-Notsaison, das WM-Spitzenreiter und Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes in einmal mehr nahezu erschreckend souveräner Manier gewann, blamierte sich die Scuderia. Charles Leclerc musste seinen SF1000 vorzeitig wegen Elektronikproblemen in der Box abstellen. Vettels Dialoge mit dem Team während des Rennens zeugten wieder von Missverständnissen und vielem anderem, nur nicht Harmonie. In der Konstrukteurswertung rutschte Ferrari auf Rang fünf ab. Mercedes liegt weiter an der Spitze, selbst wenn der Doppelerfolg auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya nicht glückte.

Dafür sorgte Max Verstappen. Eine Woche nach seinem Sieg in Silverstone zwängte sich der 22 Jahre alte Niederländer mit seinem Red Bull zwischen Hamilton und dessen Teamkollegen Valtteri Bottas. "Dass wir zwischen sie fahren konnten, war gut für uns, wir hatten aber nicht die Pace von Lewis", räumte Verstappen ein. Im Klassement wuchs sein Rückstand auf 37 Punkte auf Hamilton.

Der Brite steuert scheinbar unaufhaltsam seinem siebten WM-Triumph entgegen, mit dem er mit Rekordchampion Michael Schumacher gleichziehen würde. Der Sieg in Spanien von seiner 92. Pole aus war Hamilton 88. Karriereerfolg - Schumacher gelangen 91. Überholt hat er ihn nun auch bereits in der Kategorie der meisten Podestplätze mit 156. "Was für ein Tag. Es lief richtig gut", sagte Hamilton: "Ich war wie im Tunnel, es war toll, so im Flow zu sein." Er verteidigte seinen ersten Startplatz und hielt sich aus allem raus. Dass Verstappen auf Rang zwei durchs Ziel fuhr, hatte er seinem sehr guten Start zu verdanken, bei dem er Bottas überholte.

Vettel musste nach erneut enttäuschender Qualifikation von Platz elf aus starten, durfte sich deshalb aber immerhin die Reifenmischung aussuchen. Er sollte von der Wahl zunächst profitieren, konnte länger draußen bleiben als einige der Rivalen. In Runde 30 von 66 Umläufen holte sich Teamkollege Leclerc neue Pneus, doch überraschenderweise kam nun auch Vettel rein, und bekam - bei noch mehr als der Hälfte der Renndistanz - die am wenigsten haltbare Mischung.

Vettel wollte kurze Zeit später via Funk wissen, wie schnell er mit den Reifen fahren soll. Eine Antwort darauf bekam er nicht. Ein paar Runden später wollte die Box wissen, ob er das Rennen mit den Reifen zu Ende fahren wolle. "Ah, *** *****, ich habe euch das doch vorhin gefragt", funkte Vettel zurück.

Der Heppenheimer liegt nun im Gesamtklassement auf Platz elf. In zwei Wochen geht es weiter. Der Große Preis von Belgien in Spa-Francorchamps wartet nach dem nächsten Dreierpack der dicht gedrängten Saison. Bis dahin dürfte es bei der Scuderia und Vettel durchaus weiteren Rede- und Klärungsbedarf geben.

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