Monopolkommission

Kein Wettbewerb um Live-Spiele

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(dpa). Die jüngste Vergabe der TV-Rechte an der Bundesliga und der 2. Bundesliga durch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ist von der Monopolkommission der Bundesregierung kritisiert worden. Dabei richtet sich die Kritik an die Haltung des Bundeskartellamts. Das geht aus dem Hauptgutachten des Gremiums hervor, aus dem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitiert.

Das Beratergremium der Bundesregierung bemängelt vor allem einen fehlenden Wettbewerb bei der Vergabe durch die DFL. Das Bundeskartellamt in Bonn hatte im März das Vergabeverfahren der DFL zu den Medienrechten für die Bundesliga-Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 genehmigt.

Die Bundesliga hatte ihre Ausschreibung mit der Behörde abstimmen müssen. Die DFL verpflichtete sich dabei unter anderem zu einem Alleinerwerbsverbot. Damit sollte verhindert werden, dass nur ein Anbieter die Rechte erwirbt. Im Juni gab die Liga-Vereinigung die Verteilung der TV-Rechte für vier Spielzeiten ab 2021 in der Bundesliga und der 2. Liga bekannt. Demnach teilen sich der Pay-TV-Sender Sky und der kostenpflichtige Streamingdienst DAZN die Live-Übertragung der Spiele fast komplett auf. Das Beratergremium sieht einen Nachteil für die Zuschauer, dass es keinen Wettbewerb zwischen Sky und DAZN um einzelne Live-Spiele gibt.

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