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Kein Urteil im Prozess um Sommermärchen

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(dpa). Nach jahrelang schleppenden Ermittlungen wird der Sommermärchen-Prozesses in der Schweiz ohne ein Urteil zu Ende gehen. Das Verfahren vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona bleibt wegen der Corona-Krise bis mindestens zum kommenden Montag ausgesetzt und steht wegen der an diesem Tag in Kraft tretenden Verjährung vor dem endgültigen Aus. "Wenn es bei der Verjährung am 27. April bleibt, werde ich bei der bekannten Sachlage um einen Freispruch gebracht", hatte der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger unlängst zum wahrscheinlichen Prozessende gesagt.

Zwanziger musste sich wie sein Amtsnachfolger Wolfgang Niersbach, der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Ex-FIFA-Generalsekretär Urs Linsi aus der Schweiz wegen Betrugsvorwürfen im Zusammenhang einer dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro aus dem Jahr 2005 vor Gericht verantworten. Alle Angeklagten hatten die Vorwürfe stets bestritten.

Das Verfahren ist wegen der Coronavirus-Pandemie bereits seit Mitte März ausgesetzt. Mit einer Verlängerung der Verjährungsfrist ist kaum zu rechnen, da die Bundesanwaltschaft durch ihre langwierigen Ermittlungen selbst für den unnötigen Termindruck gesorgt hatte. Der Schweizer Strafrechtler Mark Pieth hatte der Behörde in diesem Zusammenhang "Schlamperei" vorgeworfen. Erst am 9. März - sieben Wochen vor der Verjährung der 15 Jahre zurückliegenden Vorgänge - hatte der Prozess begonnen. Zwanziger hatte das Vorgehen der Bundesanwaltschaft vor dem Auftakt als "anmaßend, unfair und willkürlich" kritisiert.

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