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Der Mainzer Ádám Szalai (l.) wird von Herthas Niklas Stark nicht ganz regelgerecht gestoppt.

Kein Sieger

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(sid). Kaltstart mit Teilerfolg: Hertha BSC hat im ersten Auftritt nach zweiwöchiger Quarantäne einen schmeichelhaften Punktgewinn im Abstiegskampf gefeiert. Im Nachholspiel beim Bayern-Bezwinger FSV Mainz 05 erkämpften die Berliner am Montagabend ein 1:1 (1:1), der Abstand auf den 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz schmolz auf zwei Punkte - und als größten Trumpf gegenüber der Konkurrenz im Tabellenkeller der Bundesliga hat die Hertha zwei weitere Spiele in der Hinterhand.

»Beide Seiten hatten hundertprozentige Torchancen und hätten gewinnen können«, sagte Hertha-Trainer Pal Dardai bei Sky. »Das war ein erarbeiteter Punkt, ich bin sehr stolz auf die Jungs. Re-spekt!«

Lucas Tousart (36.) bescherte der spielerisch deutlich ausbaufähigen Hertha, die nach mehreren Corona-Fällen erst am Freitag aus der häuslichen Isolation auf den Trainingsplatz zurückgekehrt war, Schwung im dicht getakteten Abstiegskampf. Schon am Donnerstag steht der nächste Nachholtermin gegen den SC Freiburg an. Mainz blieb durch ein Traumtor von Philipp Mwene (40.) zumindest im achten Spiel nacheinander ungeschlagen und liegt drei Spieltage vor Schluss sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Krzystof Piatek vergab für die Hertha die große Siegchance (82.).

Die Partie am Montagabend war für die Berliner das erste von sechs Spielen binnen 20 Tagen - ein Mammutprogramm. Vor allem, da die Profis zuletzt zwei Wochen lang nur im »Homeoffice« trainieren konnten. Die Konkurrenten punkteten währenddessen fleißig und reichten die Berliner auf den vorletzten Platz durch. Dennoch hatte Dardai vor dem Restart betont: »Es ist ein wichtiges Spiel, aber kein Endspiel.«

Für Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt kam ein Einsatz nach ihren Covid-19-Erkrankungen zu früh, dafür stand 2014er-Weltmeister Sami Khedira erst zum dritten Mal seit seinem Wechsel im Winter in der Startelf. Die Hertha begann abwartend, ließ Mainz kommen - und konnte von Glück reden, dass Jean-Paul Boetius erst aus kurzer Distanz den Ball unsauber traf (8.) und eine Minute später an der Latte scheiterte. Zudem vergab Adam Szalai (20.) frei stehend zu lässig.

Den Gästen war die fehlende Matchpraxis anzumerken. Spielerisch gelang kaum etwas, vors Tor kam die Hertha nur durch Standards - und auf diese Weise erwischte Tousart die Mainzer eiskalt. Die Gastgeber wirkten aber nur kurz schockiert, dann zirkelte Mwene den Ball traumhaft ins rechte obere Toreck. Nach dem Seitenwechsel ließ Mainz die Berliner etwas mehr kommen, die taten sich nach vorne aber weiter schwer. Matheus Cunha (65.) zwang Robin Zentner zu einer Flugeinlage, zuvor hatte Hertha-Torhüter Alexander Schwolow gegen Jeremiah St. Juste (60.) und Karim Onisiwo (62.) stark gerettet.

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