Trainer Alfred Gislason sieht einen lockeren Aufgalopp der deutschen Mannschaft. 	FOTO: DPA
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Trainer Alfred Gislason sieht einen lockeren Aufgalopp der deutschen Mannschaft. FOTO: DPA

Kantersieg zum Auftakt

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Der WM-Aufgalopp stellt die deutschen Handballer vor keine Probleme. Im ersten Länderspiel gegen Uruguay gibt es einen deutlichen Erfolg. Am Sonntag geht es gegen Kap Verde weiter.

Bundestrainer Alfred Gislason klatschte seine Schützlinge lächelnd ab, große Emotionen kamen nach dem Schützenfest zum WM-Auftakt aber nicht auf. Deutschlands Handballer sind mit einem mühelosen 43:14 (16:4)-Kantersieg gegen Uruguay in die Weltmeisterschaft gestartet und haben damit Kurs auf die Hauptrunde genommen. Beim erwartet deutlichen Erfolg zum WM-Debüt von Bundestrainer Gislason waren am Freitag in Gizeh Timo Kastening mit neun Toren sowie Marcel Schiller und David Schmidt (beide 5) die besten deutschen Werfer.

»Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung. Es war gut, dass die Mannschaft bis zum Ende durchgezogen hat«, lobte Gislason. Dennoch war er mit dem Auftritt vor leeren Rängen nicht rundum zufrieden. »Es war das Ziel, uns weiter einzuspielen. Das ist nur bedingt gelungen. Zum Ende hin hat es uns der Gegner sehr leicht gemacht«, analysierte der 61 Jahre alte Isländer und merkte kritisch an: »In der ersten Halbzeit haben wir viel verworfen. Das darf uns so nicht passieren, darüber habe ich mich geärgert.«

Nächster Vorrundengegner der deutschen Mannschaft ist am Sonntag (18 Uhr/ARD) Kap Verde. Das Team verlor gegen Ungarn mit 27:34. Die Afrikaner, die nur mit elf Mann antraten, erhielten am Freitag trotz vier positiver Corona-Fälle vom Weltverband IHF grünes Licht für ihre erste WM-Teilnahme. »Das ist eine ungemütliche Situation, die man gerne vermeiden will. Wir hoffen darauf, dass das Spiel vielleicht nicht stattfindet, weil wir uns damit nicht wohlfühlen«, sagte Johannes Bitter.

Im ersten Duell mit dem höchstens viertklassigen Gegner verzichtete Gislason überraschend auf Stammtorwart Andreas Wolff. Für den 29-Jährigen vom polnischen Topclub Vive Kielce begann Bitter, der ein gutes Spiel machte..

Gislasons Ansprache zeigt Wirkung

Nach einem ordentlichen Start (6:1/10.) schlichen sich in der ersten Halbzeit im Angriff viele Unkonzentriertheiten ein. Allein Kapitän Uwe Gensheimer vergab in den ersten 25 Minuten vier Großchancen, darunter einen Siebenmeter. Dennoch ist der Linksaußen von den Rhein-Neckar Löwen, der in der ersten Halbzeit dreimal traf und nach dem Wechsel auf die Bank musste, mit insgesamt 174 Toren nun deutscher WM-Rekordtorschütze. Auch seine Teamkollegen scheiterten einige Male am guten uruguayischen Torwart Felipe Gonzales, was Gislason in der ersten Auszeit mit deutlichen Worten monierte. Das zeigte Wirkung.

Nach der Pause rückte Silvio Heinevetter für Bitter zwischen die Pfosten und lieferte ebenfalls eine gute Vorstellung ab. Im Angriff agierte die DHB-Auswahl nun konzentrierter und im Abschluss effizienter. Gegen die immer stärker nachlassenden Südamerikaner hatte das deutsche Team nun leichtes Spiel und knackte am Ende noch die 40-Tore-Marke.

Deutschland: Bitter (Stuttgart), Heinevetter (Melsungen) - Kastening (Melsungen/9), Schmidt (Bergischer HC/5), Schiller (Göppingen/5/1), Kühn (Melsungen/4), Knorr (Minden/4), Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen/3), Firnhaber (Erlangen/3), Reichmann (Melsungen/3), Golla (Flensburg/2), Böhm (Hannover/2), Michalzcik (Berlin/2), Weber (Leipzig/1), Drux (Berlin), Häfner (Melsungen).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Lopez/Lenci (Argentinien) - Strafminuten: 4:2.

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