Emanuel Buchmanns Bora-Team trainiert in Nizza. FOTO: DPA
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Emanuel Buchmanns Bora-Team trainiert in Nizza. FOTO: DPA

Emanuel Buchmann

Kampf gegen die Schmerzen

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(sid). Der tapfere Emanuel Buchmann hat trotz aller Sturzschmerzen den Traum vom Podest nicht abgehakt. Ein Dutzend deutscher Radprofis nimmt am Samstag in Nizza die 107. Tour de France in Angriff, die größten Hoffnungen ruhen dabei auf den schmalen Schultern des angeknockten Buchmann.

"Es wird besser, in drei Tagen wird das weg sein", lautete die Schmerz-Bestandsaufnahme Buchmanns im ZDF vor der Anreise an die Cote d’Azur. Nach seinem bösen Crash bei der Dauphine vor knapp zwei Wochen drohte das Tour-Aus, jetzt will der Bora-Kapitän zumindest den Weg in Richtung Paris in Angriff nehmen. Doch angesichts der Sturznachwehen ist für den 27-Jährigen der eigene Körper eine Wundertüte.

"Es ist nicht vorauszusagen, in welcher Form ich am Start stehen werde. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass es einigermaßen gutgeht, es kann aber auch nach hinten losgehen - wir versuchen es aber auf jeden Fall", sagte Buchmann, der immerhin auf seinen ebenfalls vom Tour-Aus bedrohten Adjutanten Max Schachmann bauen kann. Der Paris-Nizza-Sieger startet trotz Schlüsselbeinbruchs und sagt: "Ich hoffe, dass ich mit den Schmerzen umgehen kann."

Buchmanns Dauphine-Malheur ist doppelt schmerzhaft: Nach wochenlanger Schinderei war er in Topform, hätte sich im Kampf um Gelb nicht vor den Topfavoriten Primoz Roglic und Egan Bernal verstecken müssen - das erste Tour-Podium für einen Deutschen seit Andreas Klöden 2006 wäre für den Vorjahresvierten machbar gewesen. Jetzt geht es darum, beim schweren Auftakt Schadensbegrenzung zu betreiben. "Einrollen gibt es nicht", weiß Buchmann.

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