Kalicki/Strack auf Podestkurs

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(sid/dpa). Die deutschen Bob-Pilotinnen liegen bei der Heim-WM im sächsischen Altenberg auf Podestkurs, die Goldmedaille hat jedoch Titelverteidigerin Kaillie Humphries (USA) im Visier.

Kim Kalicki aus Wiesbaden und Anschieberin Ann-Christin Strack aus Gießen haben zur WM-Halbzeit 0,34 Sekunden Rückstand auf Humphries, die mit Abstand die beste Linie und auch die höchste Geschwindigkeit im anspruchsvollen Eiskanal fuhr. Auf Platz drei liegt Junioren-Weltmeisterin Laura Nolte (Winterberg/+0,43 Sekunden) mit Anschieberin Deborah Levi (Sprintteam Wetzlar). Die abschließenden Läufe finden heute (ab 14.30 Uhr) statt.

Kalicki/Strack und Nolte/Levi wollen die zur Halbzeit führende Humphries noch mal angreifen und zugleich ihre Medaillenplätze absichern.

»Wir sind insgesamt mit dem ersten Tag sehr zufrieden. Das war das, was wir uns vorgestellt hatten«, sagte Ann-Christin Strack auf Anfrage dieser Zeitung. »Kaillie Humphries war extrem stark heute und wir gehen davon aus, dass sie das am Samstag auch sein wird. Daher wird es nach vorne sehr schwer. Die Zielsetzung für den Samstag ist, zweimal so zu starten wie im ersten Durchgang und beide Male so zu fahren wie im zweiten.« Kim Kalicki meinte: »Es ist noch Luft nach oben. Schauen wir mal, jetzt müssen wir den Bob ordentlich vorbereiten. Morgen wollen wir noch mal Vollgas geben.«

Die mit zwei Startbestzeiten ins Rennen gegangene Nolte verlor nach minimalen Fehlern im 17 Kurven umfassenden Eislabyrinth viel Zeit im unteren Bereich und hat als Dritte mit ihrer Anschieberin Deborah Levi neun Hundertstelsekunden Rückstand auf Kalicki. »Ich bin froh, dass ich unten angekommen bin. Im zweiten Lauf waren aber die Lenkseile zu locker in der Hand«, meinte Nolte.

Pyeongchang-Olympiasiegerin Mariama Jamanka vom BRC Thüringen schüttelte im Ziel den Kopf. Mit der Wiesbadenerin Vanessa Mark fuhr sie nur auf Platz sieben. Stephanie Schneider vom WSC Oberwiesenthal leistete sich in beiden Läufen auf ihrer Heimbahn eine Reihe von Patzern und ist mit Leonie Fiebig (BSC Winterberg) nur Achte, ehe heute die Läufe drei und vier bei wohl schlechteren Bedingungen anstehen.

»Es soll enorm schneien«, sagte Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich mit Blick auf das Wochenende. Der Pilot könnte mit seinem zehnten WM-Titel alleiniger Rekordweltmeister werden. Er hofft auf faire Bedingungen für alle und tüftelte vor seinem Start am heutigen Samstag stundenlang am Material. »Es sind Leute dabei, die im Schnee einfach das bessere Setup haben«, meinte der akribische Sachse.

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