Borussia Dortmund und RB Leipzig um 1:1-Torschütze Christopher Nkunku haben durch ihre Siege eine gute Ausgangslage in der Champions League. FOTO: AFP
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Borussia Dortmund und RB Leipzig um 1:1-Torschütze Christopher Nkunku haben durch ihre Siege eine gute Ausgangslage in der Champions League. FOTO: AFP

K.-o.-Runde in Sicht

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Borussia Dortmund und RB Leipzig haben ihre Chancen aufs Achtelfinale der Champions League deutlich erhöht. Während die Leipziger auf den Sieg gegen Paris mächtig stolz waren, blickte der BVB schon auf das Gipfeltreffen in der Bundesliga.

Bei den Dortmundern kreisten die Gedanken nach dem erfolgreichen Brügge-Blitztrip nur noch um Bayern München, die Leipziger kosteten die erfolgreiche Revanche gegen Paris St. Germain dagegen aus. Mit ihren Siegen am dritten Gruppenspieltag haben sowohl die Borussia als auch RB klar Kurs auf die K.-o.-Runde in der Champions League genommen und viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt.

"Die Bayern", stellte Dortmunds Lizenzspielerchef Sebastian Kehl mit Blick auf den Liga-Gipfel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) selbstbewusst fest, "werden Respekt haben." Als Mutmacher für das Duell der punktgleichen Topteams dient dem BVB aber nicht nur der zweite Sieg im dritten Champions-League-Spiel und die damit verbundene Tabellenführung in der Gruppe F, sondern auch die knappe Niederlage im Supercup (2:3) beim Triple-Gewinner. Man müsse "ähnlich mutig" auftreten, forderte Kehl. Dort habe man die Bayern "immer wieder bedroht", sie immer wieder "mit tiefen Läufen gefährden können". Das werde auch "ein Mittel, um sie zu schlagen".

Ein anderes ist die neu gewonnene Stabilität in der Defensive. In Brügge blieb das Team von Trainer Lucien Favre zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor. In der gesamten Saison gelang das schon achtmal in elf Pflichtspielen. "Es liegt an allen. Es fängt vorne an, wenn du keinen Stürmer hast, der verteidigt, geht es nicht. Es ist die ganze Mannschaft, die verteidigen muss. Wir machen das gut momentan", sagte Favre. Dennoch hoffen alle beim Vizemeister auf die Rückkehr von Abwehrchef Mats Hummels (Oberschenkelverletzung).

Vorne soll es natürlich Erling Haaland richten. Das norwegische Sturmjuwel stellte mit seinen Toren 13 und 14 nach elf Spielen eine Bestmarke in der Königsklasse auf. "Erling ist eine Tormaschine", äußerte Mitspieler Thorgan Hazard, der den BVB in Führung gebracht hatte, anerkennend.

Auch ohne einen Stoßstürmer zwang derweil RB Leipzig den französischen Serienmeister aus Paris mit 2:1 (1:1) in die Knie. RB-Trainer Julian Nagelsmann war hinterher gut gelaunt, weil sein taktisches Konzept nach einer wackligen ersten halben Stunde aufgegangen war. "Gut zugehört und gut gemacht, die Buben", lobte der 33-Jährige.

Der Sieg war in mehrerer Hinsicht Gold wert. Die Leipziger nahmen Revanche für die Halbfinal-Lehrstunde (0:3) vor zweieinhalb Monaten in Lissabon, auch wenn das in Abwesenheit der verletzten PSG-Topstars Neymar und Kylian Mbappe kein Leipziger überbewertete. Viel wichtiger ist ohnehin: In der aktuellen Gruppenphase hat der Bundesligist (6 Punkte) nun deutlich bessere Karten als der französischen Serienmeister (3). Auch Tabellenführer Manchester United (6) ist plötzlich in Reichweite.

Lob für Gulacsi

"Das war ein bedeutender und guter Schritt für uns", sagte Nagelsmann. Viel hatte aber nicht gefehlt, und die Ausgangslage wäre eine völlig andere. Nach dem frühen 0:1 durch Angel Di Maria (6.) bekam PSG mit Trainer Thomas Tuchel einen Handelfmeter zugesprochen. Doch Di Maria scheiterte an RB-Torhüter Peter Gulacsi, "ein Winning Moment", wie Nagelsmann zugab. Bei einem 0:2 nach zehn Minuten hätte ganz stark die dritte Niederlage in Folge für RB gedroht.

Doch es kam anders - auch, weil Nagelsmann in der Pause den richtigen Ton traf. "Sie haben von mir in der Halbzeit die Ansage bekommen, dass sie Zutrauen haben können, dass wir aktuell die bessere Mannschaft sind", sagte der 33-Jährige bei DAZN: "Sie sollten eine Packung Mut draufpacken - das haben sie gemacht." Und die Partie durch die Treffer des bei PSG ausgebildete Christopher Nkunku (42.) und Emil Forsberg (57., Handelfmeter) noch gewonnen.

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