Präsident Peter Fischer spricht bei der Mitgliederversammlung der Eintracht. FOTO: DPA
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Präsident Peter Fischer spricht bei der Mitgliederversammlung der Eintracht. FOTO: DPA

Inzwischen 88 100 Mitglieder

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(sid). Eintracht Frankfurt geht mit großen Schritten auf die Marke von 100 000 Mitgliedern zu. Bei seiner Versammlung am Sonntag gab der eingetragene Verein bekannt, dass er bei 88 100 Angehörigen angekommen ist. Vor zehn Jahren hatte die Eintracht "lediglich" 15 000 Mitglieder.

"Wenn ich nächstes Jahr wieder vor Ihnen stehe, hoffe ich, Ihnen die 100 000 Mitglieder präsentieren zu können", sagte Präsident Peter Fischer. Laut des Klubs, dessen Fußball-Bundesligist am Samstag Spitzenreiter RB Leipzig geschlagen hatte (2:0), liege man bei den Mitgliedszahlen in Deutschland auf dem sechsten und weltweit auf dem 22. Platz.

Mit Blick auf den "Fall Rudolf Gramlich" hat die Eintracht dem früheren Klubchef wie erwartet die Ehrenpräsidentschaft entzogen. "Ein Ehrenpräsident muss, egal was er sportlich Positives für den Verein erreicht hat, auch moralisch und ethisch ein Vorbild sein für die Jugend, die Mitgliedschaft und die Gesellschaft", äußerte Fischer: "Präsidium und Ehrenrat sind demnach zu dem Ergebnis gekommen, die Ehrenpräsidentschaft von Rudolf Gramlich posthum abzuerkennen." Der 1988 verstorbene Gramlich war von 1955 bis 1970 Präsident der Eintracht gewesen. Später wurde bekannt, dass er während der Zeit des Nationalsozialismus Teil der Waffen-SS war. Zudem hatte seine Lederfirma zuvor jüdischen Kaufleuten gehört, die von den Nazis deportiert wurden.

Derweil verteidigte Fischer die Verpflichtung des neuen Nachwuchszentrumleiters Andreas Möller gegen die anhaltende Kritik vonseiten vieler Anhänger. "Wir grenzen niemanden aus", sagte Fischer: "Er hat uns in den Gesprächen mit seinem Konzept überzeugt. Er verfügt national und international über ein sehr gutes Netzwerk und hat im Jugendfußball eine hohe Expertise." Möller, Weltmeister von 1990, ist bei den Hessen umstritten. Die Fanszene der Eintracht wirft dem ehemaligen Frankfurt-Profi fehlende Identifikation mit dem Verein vor.

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