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Trainer Friedhelm Funkel muss mit dem 1. FC Köln in Kiel einen 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen.

In die Rente als Retter oder Absteiger

  • VonDPA
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(dpa). Am Samstag gegen 19.50 Uhr wird die lange Fußball-Karriere von Friedhelm Funkel enden. Bei Verlängerung oder Elfmeterschießen im Bundesliga-Relegations-Rückspiel seines 1. FC Köln bei Holstein Kiel vielleicht ein paar Minuten später. Aber ganz sicher am Samstag. Das versichert jedenfalls Funkel. Allerdings hat er das auch schon vor 16 Monaten getan.

»Da gibt es nichts dran zu rütteln. Meine Trainer-Karriere ist beendet«, hatte er kurz nach seiner Beurlaubung bei Fortuna Düsseldorf bei Sky gesagt.

Am 12. April wurde der 67-Jährige rückfällig und folgte dem Ruf des 1. FC Köln. Dafür führte er gute Gründe an. In der Rente wollte Funkel viel reisen, doch dann kam Corona. »Ich konnte meine neue Freiheit nicht so genießen«, sagte er. Also habe er »diese Lust verspürt, noch einmal etwas zu machen«.

So endet Funkels Karriere immerhin nicht mit einer Beurlaubung. Ob sie aber mit einer Rettung oder sogar mit einem bitteren Abstieg endet, ist nach dem 0:1 im Hinspiel gegen den Zweitliga-Dritten Kiel heute (18 Uhr/DAZN) fraglich. So oder so versichert Funkel, dass diesmal endgültig Schluss sein werde - nach insgesamt 1491 Partien als Profi-Spieler und Trainer.

Unabhängig von Corona ist es aber zumindest unwahrscheinlich, dass es für Funkel Beweggründe geben wird, noch einmal für eine Mission auf die Trainerbank zurückzukehren. Nachdem er mit Köln zwei Siege aus den ersten drei Spielen gefeiert hatte, war er von den Medien schon gefragt worden, ob er sich eine längere Amtszeit vorstellen könne. Doch das schloss er kategorisch aus. Er merke die Belastung, und das wolle er sich »nicht noch ein ganzes Jahr zumuten«. Es bleibe bei diesen sechs Spielen. Dass es letztlich acht wurden, ist der Relegation geschuldet.

Inzwischen steht mit Steffen Baumgart auch der Nachfolger fest. Funkels Rat hatte dabei bei Sportchef Horst Heldt eine hohe Wertigkeit. Ohnehin hatte Funkel sich öffentlich für die Zeit danach schon als Berater des FC angeboten.

Das Ergebnis vom Samstag wird nicht das Urteil über seine gesamte Karriere verändern. Dennoch entscheidet sich, ob Funkel als Retter oder Absteiger in die Rente geht. Ob er Rentner bleibt, entscheidet letztlich er. Aber vielleicht ist Reisen ja bald wieder möglich.

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